Obwohl der Busfahrer den Schwarzfahrer mitnahm, rastete dieser komplett aus: In Panik schlugen die übrigen Fahrgäste Scheiben ein und flüchteten ins Freie.
Die Salzburger Polizei jagt seit Donnerstagnacht einen unbekannten Schläger mit dünnem Fell.
Gegen 23 Uhr bestieg der Mann einen Postbus auf der Alpenstraße in Salzburg. Es war der letzte Bus an diesem Abend und so nahm der 47-jährige Chauffeur den Unbekannten aus Gutwill auch trotz seines ungültigen Fahrscheins mit.
Der Buslenker gab dem Schwarzfahrer noch einen gut gemeinten Rat auf den Weg: Sollte er ihn noch einmal ohne Ticket erwischen, werde er ihn der Polizei melden.
Daraufhin setzte sich der Unbekannte weiter hinten hin, doch offenbar gärte diese Warnung in ihm bis zur Rage hoch. Wenige Minuten später ging er wieder nach vorne und schoss mit seinem Handy ein Foto des Buslenkers und drohte diesem mit einer Beschwerde. Als der 47-Jährige meinte, dass ihm dies egal sei, schlug der junge Mann zu – während der Fahrt.
Attacke während der Fahrt
Der Chauffeur konnte sein Fahrzeug noch in eine Haltebucht in Salzburg-Herrnau steuern und anhalten. Wegen der wilden Schlägerei gerieten offenbar die beiden anderen Fahrgäste in extreme Panik:
"Die zwei Fahrgäste, ein 15-jähriges Mädchen und eine 30-jährige Frau, schlugen mittels Notfallhammer Scheiben des Busses ein und sprangen aus rund zwei Metern Höhe in Freie", schilderte eine Pressesprecherin der Salzburger Polizei gegenüber den "Salzburger Nachrichten" den Vorfall.
Drei Verletzte
Demnach wurden die beiden Frauen mit Schnittverletzungen ins Unfallkrankenhaus gebracht. Der Busfahrer nach dem gewalttätigen Übergriff ebenfalls mit Verletzungen unbestimmten Grades in das UKH eingeliefert.
Gegenüber der Polizei beschrieb der verletzte Lenker seinen rabiaten Kontrahenten folgendermaßen: Ausländer, vermutlich türkischer Herkunft,Vollbart und muskulös gebaut. Er ist zwischen 175 und 190 Zentimeter groß und zwischen 20 bis 25 Jahre alt. Er türmte nach der Attacke durch Betätigen eines Notschalters aus dem Bus und ist seither verschwunden. (red)