Schwede nach Raubzug in Österreich vor Gericht

Der Schwede hatte von August 2009 bis April 2018 16 Überfälle auf Bank- und Postfilialen in Wien, Linz und Graz verübt (Symbolfoto).
Der Schwede hatte von August 2009 bis April 2018 16 Überfälle auf Bank- und Postfilialen in Wien, Linz und Graz verübt (Symbolfoto).Bild: iStock
Ein Schwede verübte insgesamt 17 Raubüberfälle in Österreich. Am Wiener Landesgericht wurde er zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt.
Er ist wohl der längstdienende Bank- und Posträuber der jüngeren heimischen Kriminalgeschichte. Ein 54-jähriger Schwede musste sich am Freitag am Wiener Landesgericht verantworten.

Der Mann hatte von August 2009 bis April 2018 16 Überfälle auf Bank- und Postfilialen in Wien, Linz und Graz verübt. Dabei soll er jeweils maskiert und mit einer Schreckschuss-Pistole oder einer Softair-Waffe vorgegangen sein. Insgesamt erbeutete er auf seinen Raubzügen rund 300.000 Euro.

Am Wiener Landesgericht wurde der Schwede zu zwölfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

CommentCreated with Sketch.1 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. "Strafen nicht besonders streng"

Der Schwede hatte längere Zeit in Deutschland gelebt und Deutsch studiert. Es gelang ihm jedoch nicht beruflich Fuß zu fassen. Er wollte in seiner Heimat als Übersetzer arbeiten, fand aber kaum Aufträge. Deshalb hätte er hätte keine andere Möglichkeit gesehen und den ersten Banküberfall geplant.

Österreich sei "kein besonders lukrativer Ort für Bankräuber", erklärte der damalige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) nach der Festnahme des Schweden.

In der Einvernahme habe der Angeklagte der Polizei mitgeteilt, dass er vorwiegend in Österreich Raubüberfälle verübte, weil die Strafen hier nicht besonders streng seien.

(red)

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