Schweden ermittelt wieder wegen Vergewaltigung

Die Staatsanwaltschaft in Schweden hat entschieden: Sie nimmt die Vergewaltigungs-Ermittlungen gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange wieder auf.

Die schwedische Justiz nimmt ihre Ermittlungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen wieder auf. Das kündigte die Staatsanwaltschaft in Stockholm am Montag an.

Assange, der Anfang Mai nach seiner Festnahme in der ecuadorianischen Botschaft in London zu 50 Wochen Haft in Großbritannien verurteilt worden war, war im Jahr 2010 in Schweden von zwei Frauen wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs angezeigt worden.

Zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt

Der Wikileaks-Gründer war Anfang April festgenommen worden, nachdem er zuvor jahrelang in der Botschaft Ecuadors in London Zuflucht gefunden hatte. Wegen Verletzung seiner Kautionsauflagen wurde er zu 50 Wochen Gefängnis verurteilt.

Assange war 2012 in die Botschaft Ecuadors in London geflohen. Zu diesem Zeitpunkt sollte er nach Schweden ausgeliefert und dort wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung und sexuellen Gewalt vor Gericht gebracht werden.

US-Dokumente zu Afghanistan-Krieg

Assange befürchtete, dass Schweden ihn wiederum an die USA ausliefern könnte, wo ihm wegen der von Wikileaks veröffentlichten US-Dokumente zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak ein Prozess droht.

Die US-Regierung hat einen Auslieferungsantrag gestellt, gegen den der Wikileaks-Gründer ankämpfen will. Die Entscheidung über den Auslieferungsantrag könnte sich über Jahre hinziehen.

(red/sda)

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