Schweiz-Teamchef sorgt mit Vaseline-Sager für Lacher

Vladimir Petkovic
Vladimir Petkovicimago images/Jan Huebner
Die Schweiz trifft im EM-Achtelfinale am Montag auf Frankreich. Teamchef Vladimir Petkovic sorgt mit einem kuriosen Spruch für Gelächter.

"Ich habe es vor dem Turnier gesagt und sage es jetzt wieder: Diese Mannschaft ist bereit, Geschichte zu schreiben", sagt Schweiz-Kapitän Granit Xhaka einen Tag vor dem Achtelfinal-Kracher gegen Weltmeister Frankreich. Das Rezept klingt simpel. "Wir haben Frankreich analysiert. Ihre Schwächen wollen wir bestrafen und die Stärken so wenig wie möglich zulassen", so Xhaka. Es sei ein ganz großes Spiel für das Team, den Staff und die ganze Schweiz. Im Gegensatz zum letzten Achtelfinale bei der Russland-WM 2018 gegen Schweden sei der Trainer wie auch das Team viel ruhiger.

So präsentiert sich auch Petkovic an der Pressekonferenz vor dem Spiel. "Wir sind jetzt fokussiert und wir haben nur ein Ziel und das ist morgen gut zu spielen und weiterzukommen." Er habe bei seinem Team eine mentale wie auch physische Steigerung wahrgenommen in den letzten Tagen. "Gegen Gegner wie Frankreich reichen 100 Prozent nicht von unserer Seite. Wir müssen mehr Laufen, mehr Zweikämpfe gewinnen und über uns hinauswachsen." Zudem müsse man hoffen, dass Frankreich keinen perfekten Tag hat. Die Franzosen haben zudem Verletzungsprobleme auf der linken Verteidigungsposition. "Das ist Didier Deschamps Problem. Er hat genug Spieler und genug Qualität im Kader."

Dann haut der Nati-Trainer noch einen raus und sorgt für gute Stimmung im Medienbereich der Arena Nationala in Bukarest. Auf die Frage, wie Petkovic die in der Schweiz viel diskutierten Nebenschauplätze wie Frisör-Besuche der Spieler ausgeblendet habe, antwortet er: "Ich bin das seit sieben Jahren gewohnt. Ich habe mir ein bisschen Vaseline auf den Kopf gestrichen. So konnte das Wasser ablaufen. Ich spürte nichts." Diesen Vergleich nutzte Petkovic bereits im November 2016. Damals sagte er: "Man streicht sich mit Vaseline ein und lässt die Kritik abtropfen." Die französischen Journalisten verstehen den Vergleich nicht, erhalten womöglich auch eine Übersetzung, die für sie wenig Sinn ergibt. Im Medienzentrum bricht lautes Gelächter aus – einige haben gar Tränen in den Augen, weil sie die Aussage so lustig finden.

Beim Frankreich-Trainer Didier Deschamps ist es am Sonntagabend weniger humorvoll während der Pressekonferenz. Dafür aber gibt es viel Lob für Petkovic: "Ich bewundere seine Arbeit. Er hat viel erreicht in den letzten Jahren." Zudem warnt er vor einer starken Nati mit individueller Klasse. "Sie spielen sehr offensiv mit Embolo, Seferovic und Shaqiri. Im Mittelfeld sind sie mit Xhaka und Freuler gut besetzt." Dennoch wolle man den Schweizern Probleme bereiten – "und natürlich eine Runde weiterkommen", so Deschamps.

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