Schweizer fanden Gift in Jassir Arafats Leiche

Bild: EPA

Jassir Arafat starb schon 2004, doch seine Witwe Suha glaubte nie an einen natürlichen Tod. Sie veranlasste, dass die Leiche ehumiert und untersucht wird. Der Sender "Al Jazeera" berichtet nun, dass die Mediziner einen extrem hohen Wert an radioaktivem Polonium in der Leiche gefunden hätten.

Jassir Arafat starb schon 2004, doch seine Witwe Suha glaubte nie an einen natürlichen Tod. Sie veranlasste, dass die Leiche ehumiert und untersucht wird. Der Sender "Al Jazeera" berichtet nun, dass die Mediziner einen extrem hohen Wert an radioaktivem Polonium in der Leiche gefunden hätten.

Laut "Al-Jazeera" sind die Experten bis zu 83 Prozent sicher, dass der Palästinenser-Führer mit Polonium vergiftet wurde. Dies könnte auch zu seinem Tod geführt haben.

Bis zu 36 Mal erhöhte Werte

Laut Gerichtsmedizinern wurden in den sterblichen Überresten Arafats 18 bis 36 Mal höhere Werte an Polonium als normal entdeckt wurden. Vor allem Rippen und Becken waren schwer belastet. Neben Schweizern wirkten auch Franzosen und Russen an der Untersuchung mit.

Zusammenfassend heißt es in dem englischsprachigen Bericht, die Ergebnisse würden die These "mäßig stützen", wonach Arafats Tod die Folge einer Vergiftung mit Polonium-210 gewesen sei. Laut dem Bericht ist "mäßig stützen" die zweithöchste Bestätigung einer These.

"Wir haben ein wirkliches Verbrechen, einen politischen Mord aufgedeckt", ist sich Arafat-Witwe Suha sicher. Sie trauere nun erneut um Arafat, sagte sie, "es ist als ob sie mir gerade gesagt haben, dass er tot ist".

60 Proben entnommen

Je ein Drittel ging nach Frankreich, Russland und die Schweiz.

APA/red.

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