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Schweizer Gemeinde zu Vermietern: Keine Wohnungen fü...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:37

Das Schweizer 1.000-Einwohner-Dorf Rekingen hat Vermieter aufgerufen, anerkannten Flüchtlingen keine Wohnungen mehr zu vermieten. Denn man fürchtet, sie könnten der Gemeinde auf Jahre hinweg auf der Tasche liegen und das Budget überlasten.

"Der Gemeinderat Rekingen wurde [...] aufmerksam gemacht, dass sieben ehemalige Bewohner der Asylantenunterkunft nun den Status B (Anm. der Red.: anerkannte Flüchtlinge) erhalten haben und sich in Rekingen fest niederlassen. Der humanitäre Gedanke hinter der Wohnungsvermietung ist lobenswert. Diese Personen leben aber von der materiellen Hilfe. Sobald die Gemeinde kostenpflichtig ist, bedeutet dies den finanziellen Ruin für Rekingen. Aus diesem Grund bitten wir die Eigentümer von Liegenschaften, künftig von Mietverträgen mit Asylanten Status B abzusehen", schreibt die Gemeinde in ihrer offiziellen Zeitung.

Finanzieller Ruin drohe

Denn die ersten fünf Jahre übernimmt in der Schweiz der jeweilige Kanton die Kosten. "Die ganz große Frage ist, was danach passiert", warnt Gemeinderat Roman Knöpfel, zuständig für Asylwesen und Finanzen, in der Aargauer Zeitung. "Als Sozialfälle würden sie die Gemeinde existenziell bedrohen."

"Vom humanitären Standpunkt aus ist es sicher lobenswert, wenn jemand einem Flüchtling spontan ein Zimmer oder eine Wohnung vermietet. Die Frage ist aber, ob sich der Vermieter bewusst ist, dass beispielsweise eine Kommunikation mit dem Mieter kaum möglich ist. Dann gibt es auch die anderen Vermieter, die sich [...] bereichern wollen, weil der Kanton die Miete ja garantiert pünktlich bezahlt," so Knöpfel.

 

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