Schweizer "Tatort" behandelt heikles Thema der Sterbehilfe

Bild: ORF/SRF/Daniel Winkler
Der "Tatort" aus der Schweiz stellte das umstrittene Thema Sterbehilfe, die in Österreich und Deutschland nach wie vor verboten ist, in den Mittelpunkt. Die Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard begaben sich in "Freitod" auf die Suche nach einem Todesengel...
Der  aus der Schweiz stellte das umstrittene Thema Sterbehilfe, die in Österreich und Deutschland nach wie vor verboten ist, in den Mittelpunkt. Die Kommissare Reto Flückiger und Liz Ritschard begaben sich in "Freitod" auf die Suche nach einem Todesengel...

Eine Deutsche reist in die Schweiz, um zu sterben. Sie lässt sich von Sterbehelfern der Organisation "Transitus" würdevoll in den Tod begleiten. Am nächsten Morgen wird eine der Sterbehelferinnen tot aufgefunden: Sie wurde auf dem Heimweg brutal erschlagen.

Der Mord stellt die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) vor eine lange Liste von Verdächtigen mit einer Vielzahl von Motiven, zumal die Sterbehilfe etliche Kritiker und Gegner - unter anderem vom Verein "Pro Vita" - hat. Der Fall wird noch verzwickter, als der Sohn der letzten Sterbeklientin auftaucht und behauptet, seine Mutter habe sich gar nicht freiwillig zum Sterben in die Schweiz begeben und die Sterbebegleiter bedroht.

Schließlich wird noch eine zweite Tote, die eindeutig demselben Mörder zum Opfer gefallen ist, aufgefunden und macht den Fall noch undurchsichtiger - bis sich das Rätsel ein wenig lichtet und sich herausstellt, dass es die Ermittler mit einem "Todesengel" zu tun haben. Die junge "Transitus"-Sterbebegleiterin Nadine Camenisch (Anna Schinz), die auch als Krankenschwester arbeitet, hat es sich zur Aufgabe gemacht, todkranken Patienten im Spital das Leben zu nehmen. Weil ihr eine Kollegin auf die Schliche gekommen ist und die Information auch an das erste Mordopfer weitergeben wollte, mussten die beiden ihr Leben lassen.

Synchronisation verärgert Seher

Die Meinungen zum "Tatort: Freitod" gehen auf Twitter wie gewohnt weit auseinander: Wohingegen manche die Folge langweilig fanden, zeigten sich andere begeistert. Über eines sind sich die meisten "Tatort"-Twitterer aber einig: Die Synchronisation war schlecht. 

 

WANN

ZUR

HÖLLE

SCHAFFT

IHR

DAS

ENDLICH

MIT

EINER

ORDENTLICHEN

SYNCHRONISATION?!

VERDAMMTE

AXT!
— AnKle (@enti91)


Vielleicht geht es im auch um was ganz anderes, und die Sterbehilfe-Thematik haben sie sich erst in der Synchronisation überlegt.
— Tatort-Blog (@tatortblog)


"Beim Schweizer über die schlechte Synchronisation twittern? Habe ich vor 387 Jahren schon gemacht."
— Dennis Horn (@horn)

Wohingegen die Einschaltquoten von "Freitod" bei unseren deutschen Nachbarn weniger gut ausgefallen sind, schalteten hierzulande 499.000 Zuseher bei einem Marktanteil von 18 Prozent zum Krimi auf ORF 2. Gespannt dürfen wir auf die brandneue Episode kommenden Sonntag, am 25. September, sein: Denn dann ermitteln in ihrem Fall "Feierstunde". 



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