Schweizer testet Corona-Impfstoff an sich selbst

Weil es schnell gehen muss, wartet der Schweizer Immunologe Peter Burkhard nicht, bis die Tierversuche abgeschlossen sind. Er spritzt sich den Impfstoff selbst.

Die Zeit drängt: Noch immer steigen die Zahlen der mit dem Coronavirus infizierten Menschen rasant an. Ebenso die Zahl der an Covid-19 Verstorbenen. Weltweit suchen Forscher fieberhaft nach einem Impfstoff.

Im eigenen Labor entwickelt

Einer, dem es nicht schnell genug gehen kann, ist der Schweizer Immunologe Peter Burkhard. Er entwickelt im eigenen Labor in Basel einen Impfstoff und testet ihn gleich an sich selbst. Auf SRF ist zu sehen, wie er sich nach eigenen Angaben 20 Mikrogramm des Impfstoffs ins Bein spritzt – noch bevor Tierversuche oder toxikologische Tests abgeschlossen sind.

Laut dem SRF-Bericht könnte Burkhard im besten Fall in vier Wochen beweisen, dass der Impfstoff auch beim Menschen Antikörper bildet.

Abwägen der Risiken

Der Forscher äußerst sich auch zum Risiko, das er auf sich nimmt: "Was ist das Risiko, wenn ich mir den Impfstoff spritze? Und was, wenn ich es nicht mache, und dafür dem Virus ausgesetzt bin?", fragt er rhetorisch. Das neue Coronavirus habe in Italien eine Todesrate von gegen zehn Prozent.

"Es muss so schnell wie möglich einen Impfstoff geben. Je länger es geht, desto mehr Leute sterben", sagt Burkhard weiter. "Würde es funktionieren, wäre das unbeschreiblich." Es sei ein Wettlauf gegen das Virus, nicht gegen die anderen Impfstoff-Entwickler.

Auf der ganzen Welt versuchen Wissenschaftler, ein Mittel gegen das Coronavirus zu finden. In den USA wurde ein erster Impfstoff verabreicht ("Heute" hat berichtet).

Die weltweite Corona-Lage als interaktive Karte

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