Schweizer wollen Hofer-Auftritt an Uni verhindern

Bild: Reuters

FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer soll am Donnerstag an der Hochschule für internationale Studien und Entwicklung (IHEID) in Genf bei einer Diskussion zum Thema Migration mitmachen. Studenten, Professoren und Mitarbeiter laufen Sturm und versuchen seinen Auftritt zu verhindern. Die Chancen dafür stehen jedoch schlecht.

 

130 Studenten, Absolventen, Professoren und Mitarbeiter des IHEID in Genf unterzeichneten einen offenen Brief und überreichten ihn dem Direktor des Instituts, Philippe Burrin. Sie fordern, dass er Hofer auslädt. Das ist nicht passiert. Der Direktor argumentierte in einer lokalen Zeitung, dass Hofer "im Gegensatz zu den Werten des Hochschulinstituts" stehe, doch bei der Diskussionsrunde gehe es darum, Fragen aufzuwerfen.

Hofer sollt zum Thema "Können europäische Politiker die Migrationskrise lösen?" an einer Diskussionsrunde teilnehmen. Seine Kritiker werfen ihm jedoch Nähe zu rechtsextremen, homophoben, antisemitischen und islamfeindlichen Gruppen vor.

"Halbwahrheiten und grobe Vereinfachungen" an Uni fehl am Platz

Außerdem zitieren die Hofer-Gegner Dieser meinte Hofer und seine populistischen Gesinnungsgenossen würden 'Halbwahrheiten und grobe Vereinfachungen' heranziehen, um Angst und Hass zu schüren. Die Studierenden und Professoren finden, dass dieses Vorgehen an einer Uni nichts zu suchen hat. "Diese Taktik steht im Widerspruch zu akademischen Debatten und konstruktiven Diskussionen, die eine Universität fördern und pflegen sollte", zitiert die APA aus dem offenen Brief. 

 Laut "Presse" wusste Hofer nichts vom Protest gegen seinen Besuch. 

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