War eine Schraube am Unglücksboot defekt?

In Jesolo kam eine Mutter auf einem Hausboot ums Leben, als sie gegen einer Brücke gedrückt wurde. Nun stellt sich heraus, dass das Boot vor der Abfahrt technische Probleme hatte.
Die Ermittlungen im Bootsunglück von Jesolo deuten auf ein technisches Versagen hin. Vor rund zwei Wochen kam eine 42-jährige Mutter aus Dietlikon ums Leben, als sie bei einer Fahrt auf dem Fluss Sile zwischen dem Hausboot, in dem sie reiste, und einer Fußgängerbrücke eingeklemmt wurde – vor den Augen ihrer beiden Kinder und ihres Mannes.

Wie der "Blick" berichtet, zeigt ein Gutachten von Anwältin Paola Nardini, dass das Hausboot technisch nicht in Ordnung war, als es der Familienvater zwei Tage vor dem Unglück in Empfang nahm. "Eine der Seitenschrauben war defekt", heißt es im Bericht.

Der Mann brachte das Boot am Morgen darauf zur Werft zurück, damit der Schaden behoben werde. Ob dies getan wurde, ist Teil weiterer Ermittlungen. Gegen der Bootsfirma Houseboat Italia aus Precenicco in der Provinz Udine läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung.

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Nardinis Erkenntnisse decken sich mit den Schilderungen des Familienvaters. Dieser hatte bei seiner Einvernahme durch Staatsanwalt Stefano Buccini behauptet, er habe vor der Kollision versucht, den Rückwärtsgang einzulegen, um das Hausboot weg von der Brücke zu steuern – erfolglos.

"Die Strömung war zu stark und hat uns gegen die Brücke gedrückt", sagte der Mann aus. Anwältin Nardini will nun klären, warum die Kraft des Motors nicht ausreichte, um der Strömung entgegenzuwirken. (20 Minuten)

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(rfr)

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