In einem Lastwagen im US-Bundesstaat Texas sind 50 tote Migranten und Migrantinnen entdeckt worden. Der Feuerwehrchef der Großstadt San Antonio, Charles Hood, bestätigte den grausigen Fund am Montagabend. Demnach wurden 16 Überlebende in Krankenhäuser gebracht, zwölf Erwachsene und vier Kinder. "Die Patienten, die wir gesehen haben, waren zu heiß, um sie zu berühren, sie haben unter Hitzeschlägen gelitten."
Die Behörden gaben drei Festnahmen bekannt. Der Lastwagen wurde nahe der Autobahn I-35 gefunden, die zur Grenze zu Mexiko führt. Immer wieder werden von Mexiko aus in Lastwagen versteckte Migranten und Migrantinnen in die USA geschleust. Von San Antonio zur Grenze von Mexiko sind es etwa 250 Kilometer. Mittlerweile haben sich eine Reihe von Politikern und auch der Papst zur Tragödie gemeldet.
Der erzkonservative Gouverneur von Texas, Greg Abbott, sprach im Kurzbotschaftendienst Twitter unter Verweis auf einen Medienbericht von 42 Toten und machte die Migrationspolitik von Präsident Joe Biden dafür verantwortlich. "Diese Todesfälle sind Bidens Schuld". Sie seien «das Ergebnis seiner tödlichen Politik der offenen Grenzen", erklärte Abbott. Es habe "tödliche Konsequenzen", geltendes Recht nicht durchzusetzen. Mittlerweile wurde von den US-Behörden bestätigt, dass 50 Migrantinnen und Migranten verstorben seien.
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Die oppositionellen Republikaner werfen Biden vor, in der Migrationspolitik und bei der Sicherung der Südgrenze einen zu laxen Kurs zu fahren. Sie wollen dieses Thema auch im Wahlkampf für die Kongress-Zwischenwahlen im November für sich nutzen.
Mittlerweile hat sich auch der mexikanische Präsident Andrés Manuel López zur Migranten-Tragödie geäußert. Demnach sollen unter den Toten 22 mexikanische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen sein. An einer Pressekonferenz sagte der Präsident: "Bisher gibt es 50 Tote. Davon kommen 22 aus Mexiko, sieben aus Guatemala, zwei aus Honduras und von 19 gibt es noch keine Angaben zur Nationalität."
Der Bürgermeister von San Antonio, Ron Nirenberg, erklärte, die 50 Toten hätten Familien gehabt, die vermutlich auf der Suche nach einem besseren Leben gewesen seien. "Das ist nichts weniger als eine furchtbare menschliche Tragödie." Papst Franziskus hat sich betroffen vom Tod von Migranten und Migrantinnen in der spanischen Exklave Melilla und in Texas gezeigt. «Das Schicksal der in Texas und Melilla verunglückten Migranten schmerzt mich», schrieb das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag bei Twitter. Franziskus wolle für jene beten, die in der Hoffnung auf ein besseres Leben gestorben sind. "Der Herr öffne unsere Herzen, solche Unglücke dürfen sich nicht wiederholen", forderte der 85 Jahre alte Pontifex.