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Schwere Vorwürfe: Verliert LASK-Boss den Doktortitel?

2005 reichte LASK-Präsident Siegmund Gruber seine Doktorarbeit ein. Jetzt gibt es schwere Vorwürfe: Große Teile der Dissertation seien abgeschrieben.

Heute Redaktion
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LASK-Präsident Siegmund Gruber
LASK-Präsident Siegmund Gruber
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Das behauptet zumindest Stefan Weber, der als "Plagiatsjäger" schon zahlreichen Promis den akademischen Titel gekostet hat. Zuletzt veröffentlichte er ein Gutachten über die Dissertation von Gruber, die der LASK-Boss 2005 an der Kepler-Universität in Linz mit einem Co-Autor abgegeben hatte. Titel der 380-Seiten-Arbeit: "Voraussetzungen und Institutionalisierung sozioökonomischer Kooperation zur Prävention von Geldwäsche."

Weber beanstandete auf 77 Seiten 79 Plagiatsfragmente, mehr als 25 Prozent des Gesamtwerks. Es gäbe "schwerwiegende Verstöße gegen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis." Die "Nichtigerklärung der Beurteilung der Dissertation sowie der Widerruf des Doktortitels" sei für ihn notwendig.

Gruber sieht das natürlich anders und meint in einer schriftlichen Stellungnahme, die am Montag veröffentlicht wurde: "Ich habe meine Dissertation vor über 15 Jahren nach bestem Wissen und Gewissen verfasst. Zu einem privatrechtlichen Gutachten, welches nicht einmal einen Auftraggeber nennt, werde ich mich inhaltlich nicht äußern. Ich gehe davon aus, dass die Universität dies prüfen und gegebenenfalls auf mich zukommen wird."

Mit den Plagiatsvorwürfen hat der LASK einen weiteren Aufreger in einer ohnehin turbulenten Zeit am Hals. Ebenfalls am Montag trennte sich der Bundesliga-Vorletzte von Coach Dominik Thalhammer. In den letzten Monaten gab es dazu einen Punkteabzug wegen verbotener Trainings in der Corona-Zeit, ein Liga-Verfahren gegen Vizepräsident Jürgen Werner, der daraufhin sein Amt abgab, und vereinsinterne Probleme wegen des Stadion-Projekts.

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