Mehrere Frauen erheben im "Zeitmagazin" schwere Anschuldigungen gegen Dieter Wedel. "Der König von St. Pauli"-Regisseur soll zwei Schauspielerinnen sowie eine weitere Frau, die anonym bleibt, sexuell belästigt haben. Wedel selbst gab dem "Zeitmagazin" eine schriftliche Stellungnahme ab, in der er die Vorwürfe bestreitet.
"Ich weiß nicht mehr, wie meine Kleidung von mir kam"
Schauspielerin Jany Tempell wirft ihm sogar Vergewaltigung vor. "Er hat mich mit Wucht gepackt und gegen die Wand gepresst (...) Ich weiß nicht mehr, wie meine Kleidung von mir kam, ich weiß nur noch, dass ich wimmerte und es so schmerzfrei wie möglich über mich ergehen lassen wollte.", sagt Tempell gegenüber dem "Zeitmagazin". Wedel weist die Vorwürfe jedoch zurück. Er behauptet, dass er eine kurze Affäre mit der Darstellerin gehabt habe. Tempell wiederum sagt, dass dies nicht stimme.
"Ich bekam große Angst"
Auch Schauspielerin Patricia Thielemann behauptet, sie wurde von Wedel sexuell belästigt. Sie erzählt gegenüber dem Magazin, dass sie von dem Regisseur in einem Hotelzimmer im Jahre 1991 bedrängt wurde. Anlass für das Treffen war ein Vorsprechen für den vierteiligen Fernsehfilm "Der große Bellheim".
Dort soll er ihre Bluse aufgerissen habe und sie versucht rückwärts auf das Sofa zu werfen. Dann habe er ihr den Hals zugedrückt. "Ich bekam große Angst und wehrte mich mit aller Kraft", sagte sie gegenüber dem Blatt. Sie schaffte es zu entkommen: "Ich bin wie eine Furie aus dem Zimmer gerannt."
Erst im November behauptete Wedel, dass er selbst Opfer sexueller Belästigung war.
Dieter Wedel hat zahlreiche Filme gedreht, unter anderem "Alle Jahre wieder - die Familie Semmeling" (1976) und "Der König von St. Pauli" (1998).
(red)