Ein schweres Erdbeben hat am Montag die Philippinen erschüttert. Das Beben der Stärke 7,8 ereignete sich laut der US-Erdbebenwarte USGS in einer Tiefe von 35 Kilometern nahe der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao.
Mindestens ein Mensch kam ums Leben, vier weitere wurden verletzt. In General Santos City stürzten zahlreiche Gebäude ein, darunter ein Einkaufszentrum. Auch auf einem Schulgelände kollabierte ein Gebäude. Die Rettungsarbeiten laufen.
Für mehrere Pazifik-Anrainerstaaten wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben, darunter die Philippinen, Indonesien, Japan, Taiwan und Papua-Neuguinea. Die japanische Wetterbehörde rechnete mit Wellen von bis zu einem Meter Höhe.
Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos setzte den Schulunterricht in den betroffenen Gebieten aus und rief zur sofortigen Evakuierung auf. "Begeben Sie sich jetzt auf höher gelegenes Gelände. Warten Sie nicht", sagte er. "Ihr Leben ist wichtiger als alles, was Sie zurücklassen."
Auch Indonesiens Katastrophenschutzbehörde wies mehrere Regionen an, die Bewohner zur Evakuierung aufzufordern. Betroffen waren unter anderem Manado und die Sangihe-Inseln.
Die Philippinen und Indonesien liegen auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring und werden häufig von Erdbeben getroffen. Erst im Oktober wurde Mindanao von zwei schweren Beben erschüttert, bei denen mindestens acht Menschen starben.