Schweres Zugunglück im Bezirk Leoben: Eine Tote

Im steirischen Niklasdorf sind am Montag zwei Personenzüge zusammengestoßen. Es gibt ein Todesopfer.
Wie die Polizei berichtet, sind kurz vor 13 Uhr am Montag im Bahnhofsbereich von Niklasdorf im Bezirk Leoben zwei Züge, ein Eurocity und ein Regionalzug, kollidiert. Laut ÖBB sind mehrere Waggons entgleist. Eine Zuggarnitur wurde seitlich regelrecht aufgeschlitzt.

Das Rote Kreuz stand mit 19 Rettungsfahrzeugen im Einsatz, auch drei Feuerwehren waren vor Ort. Die Polizei meldete 22 verletzte Personen, darunter drei Kinder. Sie wurden in umliegende Spitäler gebracht. Das Landeskriminalamt habe die Ermittlungen übernommen.

Das Rote Kreuz bestätigte zudem zumindest ein Todesopfer. Dabei soll es sich um eine Frau aus dem Fernverkehrszug handeln. Sie erlag noch an der Unfallstelle den schweren Verletzungen.

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"Wegen eines Unfalles sind zwischen Bruck/Mur und Leoben Hbf derzeit keine Fahrten möglich. Für Zugverbindungen zwischen Villach und Wien haben wir für Sie einen Schienenersatzverkehr zwischen Bruck/Mur und Leoben Hbf eingerichtet. Für Zugverbindungen zwischen Graz und Salzburg haben wir für Sie einen Schienenersatzverkehr zwischen Graz Hbf und St. Michael eingerichtet. Maßnahmen und Informationen über den Nachtreisezugverkehr in diesem Bereich werden zurzeit erarbeitet und ehest bekannt gegeben. Planen Sie in diesem Bereich derzeit 60-90 Minuten mehr Reisezeit ein", informiert die ÖBB auf ihrer Homepage.



Der Eurocity war von Graz nach Saarbrücken unterwegs. Beim zweiten Zug handelt es sich um einen Regionalzug von Friesach (Kärnten) nach Mürzzuschlag. Ersten Informationen zufolge sollen die Insassen des Cityjets nicht verletzt worden sein.

Die Unfallursache war zunächst unklar. "Unsere Anteilnahme gilt den Familien und Angehörigen der Verunglückten", lässt die ÖBB in einer Aussendung wissen. Der Rettungseinsatz war gegen 14.30 Uhr beendet. Notarzthubschrauber konnten wetterbedingt nicht eingesetzt werden.

An der Bahnstrecke seien erhebliche Schäden entstanden. Durch die Kollision sind Masten und Oberleitungen der ÖBB in Mitleidenschaft geraten.





(red)

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