Schwerkrankes Baby Alfie ist tot

Der 23 Monate alte sterbenskranke Bub Alfie Evans ist in der Nacht auf Samstag gestorben. Davor tobte ein Kampf seiner Eltern gegen die Ärzte

Die Eltern des schwerkranken britischen Jungen Alfie Evans sind am Boden zerstört. Der 23 Monate alte Bub ist in der Nacht auf Samstag seiner degenerativen Erkrankung des Gehirns in Liverpool (Großbritannien) erlegen. Das Kind hatte sich seit Dezember 2016 in einem vegetativen Zustand befunden.

Kampf um Leben und Tod

Der knapp zwei Jahre alte Junge leidet an einer schweren neurologischen Krankheit, die noch nicht klar diagnostiziert ist. Die Ärzte im Kinderkrankenhaus Alder Hey in Liverpool hielten lebenserhaltende Maßnahmen für sinnlos, weil das Gehirn des Kindes durch seine Krankheit fast vollständig zerstört sein soll.

Britische Richter bestätigten diese Auffassung durch alle Instanzen hindurch. Die lebenserhaltenden Maßnahmen für das Kind waren am Montagabend abgestellt worden, nachdem der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte einen Antrag der Eltern auf Fortführung zuvor abgelehnt hatte. Der schwerkranke britische Junge atmete danach laut seinem Vater ohne fremde Hilfe. Später sei die Zufuhr von Sauerstoff und Wasser wieder gestartet worden – das Kind atmete aber weiterhin selbst. Am Samstag dann die herzzerreißende Nachricht: Alfie ist tot, bestätigte der Vater auf Facebook.

Behandlung im Ausland verboten

Es war eine Behandlung im Vatikan im Raum gestanden, die allerdings vom Gericht verboten wurde. Papst Franziskus hatte sich am Montagabend dafür ausgesprochen, dass die medizinische Behandlung des Jungen fortgesetzt werde. Vergangene Woche hatte der Papst den Vater von Alfie bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz empfangen und sich für den Jungen eingesetzt.

Noch am Freitag hatten Alfies Eltern entschlossen, mit den Ärzten in Manchester zu kooperieren. Mehrere Stunden später war das Kind tot.

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(lu/chk/sda)

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