Schwerverbrecher gibt's jetzt als Sammelalbum

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"Eruope's Most Wanted" auf Sammelkarten wie die Fußballstars. Auf diese Idee kam nun Europol. Alle sollen mitspielen!
Sammelkarten mit Männern aus Belgien, Kroatien, Zypern, Tschechien, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, den Niederlanden, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, Spanien, Großbritannien und ja - auch Österreich. Worum geht es hier?

Fußball ist es nicht. Auch wenn es - bewusst - so aussieht, geht es doch um etwas Ernsteres. Europol und das Europäische Zielfahndungsnetzwerk ENFAST suchen mit diesem morbide anmutenden Onlinespiel Schwerverbrecher. Mit österreichischer Beteiligung, denn der nach der Bluttat in Stiwoll immer noch gesuchte Friedrich Felzmann hat es ebenfalls auf die Liste der meistgesuchten Schwerverbrecher geschafft.

Die "Liga der Kriminellen" besteht aus 25 Verbrechern aus 23 Ländern. Es sei "nicht wirklich eine Ehre, in dieser Liga zu spielen", betont Europol. Über die Hälfte des "Teams" werden wegen Mordes gesucht, den anderen werden Drogenhandel, bewaffnete Raubüberfälle, Betrug oder gleich mehrere dieser Vergehen vorgeworfen.

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Sinnvolles Spiel

Die Kampagne ist bewusst wie ein lustiges Game aufgezogen. Internet-User sollen auf den Social Media-Plattformen von Europol und den nationalen Polizeibehörden nach Codes Ausschau halten und mithilfe derer alle 25 Schwerverbrecher-Karten "sammeln". Es gibt Goodie-Bags zu gewinnen!

Ziel der Kampagne ist es, Aufmerksamkeit zu generieren und mehr Menschen auf die Website der Europol zu locken. "Je mehr Menschen ihre Gesicher sehen, desto höher sind die Chance, dass sie festgenommen werden", so Europol.

Erfolge

Es wirkt offenbar: Bei Aktionen in der Vergangenheit konnten tatsächlich Erfolge verbucht werden. Durch die "Europol-Adventkalender"-Aktion im Dezember 2016 wurden drei Verdächtige geschnappt. Nach den virtuellen Postkarten mit "Urlaubsgrüßen" der Verbrecher gab es nochmals drei Verhaftungen.

Österreicher vertreten

Unter den insgesamt 50 "Most Wanted"-Verbrechern Europas befinden sich zwei Österreicher. Neben dem Stiwoll-Verdächtigen Friedrich Felzmann ist auch der seit 1995 flüchtige Häftling Tibor Foco aufgelistet.

(red)

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