Eine 33-jährige Frau brachte die Tageslosung ihrer Arbeitsstelle am 17. November 2023 kurz vor 19 Uhr zu einer Bankfiliale in der Wiener Donaustadt, als sie von einem zum Tatzeitpunkt unbekannten Mann mit einer Schusswaffe bedroht wurde. Der Tatverdächtige soll mit der gezogenen Waffe die Tageslosung gefordert haben. Er konnte anschließend mit dem Raubgut flüchten. Die 33-Jährige alarmierte die Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung verlief damals erfolglos. Das Landeskriminalamt Wien hat die Amtshandlung übernommen.
Die Beamten des LKA Wien melden nun einen Erfolg und konnten rasch einen Tatverdächtigen ausforschen. Bei dem unmittelbaren Tatverdächtigen soll es sich um einen 19-jährigen österreichischen Staatsbürger handeln. Laut derzeitigen Erkenntnissen der Polizei soll er von seiner Schwester (21 Jahre alt), die eine Arbeitskollegin des 33-jährigen Opfers ist, den Hinweis bekommen haben, dass die 33-Jährige die Firma mit dem Geld verlassen hatte.
Der 19-Jährige wurde am Montag an seiner Wohnadresse durch das Einsatzkommando Cobra, die 21-Jährige an ihrer Wohnadresse durch die Einsatzkräfte des Landeskriminalamts Wien festgenommen. Beide Tatverdächtigen zeigten sich zu den Tatvorwürfen geständig und gaben als Motiv Geldnot an. Ein Teil des Raubgutes sowie die Tatwaffe, eine Gaspistole, konnten sichergestellt werden. Die Tatverdächtigen wurden in eine Justizanstalt gebracht.