Schwierige Identifikation der Schlepper-Opfer

Am Freitag haben die Obduktionen der 71 Flüchtlingsleichen in Wien begonnen. Ziel ist es, die Todesursache sowie die Identität der Opfer festzustellen. Letzeres dürfte sich aber aufgrund fehlender Vergleichsproben als äußerst schwierig herausstellen.

Nach dem sind.

Todesursache

Da die Leichen in Österreich entdeckt wurden, findet auch die Obduktion hier statt. Die Klärung der Todesursache ist dabei wahrscheinlich noch das einfachste. Nach aktuellem Ermittlungsstand wird davon ausgegangen, dass die Opfer erstickt sind. Aber vor allem die Feststellung des Todeszeitpunkts könnte die Zuständigkeiten der Behörden klären. Wären die Opfer bereits vor der Einreise nach Österreich verstorben, fiele das Verfahren in den Zuständigkeitsbereich Ungarns.

Identifikation

Ziemlich klar ist unterdessen, dass es sich um eine syrische Flüchtlingsgruppe handelt. Ein syrisches Reisedokument wurde unter den Toten gefunden. Eine genaue Identitätsfeststellung könnte jedoch schwierig werden.

Gerichtsmediziner Johann Missliwetz sagte in der ORF-Sendung "heute mittag", dass es für die Identitätsfeststellung genormte Abläufe gibt. Zuerst wird die Kleidung der Opfer dokumentiert und Fotos gemacht. Äußerliche Merkmale würden ebenso notiert, wie etwa OP-Narben.

Nur wenn sich Verwandte melden

Realistisch ist eine Identifikation aber nur, wenn sich Verwandte der Opfer melden. Um mit DNA-Proben oder Zahnabdrücken Ergebnisse zu erzielen, brauche es Vergleichsproben. Ohne beispielsweise zahnärztliche Unterlagen aus Syrien wird es schwierig.

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