Die neuen Regeln für die Schwimmbäder in Wien

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Bäderstadtrat Stadtrat Jürgen Czernohorszky informierten über die Öffnung der Bäder in der heurigen Saison.
Jeder wird wohl nicht jederzeit baden gehen können, hieß es am Dienstag bei einer Pressekonferenz zu den Wiener Bädern. Ab 29. Mai dürfen Freizeitanlagen, wie etwa Schwimmbäder und Sehenswürdigkeiten öffnen. Dabei muss allerdings ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, stellte die Regierung Dienstagfrüh klar. Für die Bundeshauptstadt präsentierten Bürgermeister Michael Ludwig und Stadtrat Jürgen Czernohorszky (beide SPÖ) genaue Regeln. Sie luden zu einer Pressekonferenz mit dem Titel "Bäder in Wien".



(Video: OTS/PID Stadt Wien)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Wiener Bäder seien bereit für 2020, man wolle aber auch eine Bäderstrategie 2030 präsentieren, so Ludwig. Die Wiener Bäder seien in einer guten Situation, da man bei der Stadtplanung alles richtig gemacht habe. Deswegen sei auch eine große Zahl der Wiener im Sommer gerne in Wien und in den Bädern. "Das wird auch heuer so bleiben und stärker werden", so Ludwig. Er gehe davon aus, dass sich das Coronavirus im Wasser und besonders im gechlorten Wasser nicht verbreite.

"Nicht für jeden Besucher ein Badewaschl"

Am 29. Mai können die Bäder laut Bundesregierung geöffnet werden, da werde auch Wien die Bäder zugänglich machen. Es gebe bereits jetzt starke Nachfrage danach. "Nicht für jeden Besucher und jede Besucherin kann ein Badewaschl abgestellt werden", so Ludwig, es brauche Eigenverantwortung. Außerdem dürfen Kinder unter zehn Jahren nur in Begleitung von Erwachsenen in die Bäder.

Sportarten im Bad wie Volleyball und Fußball sollen erlaubt werden. Wie es mit Rutschen und anderen Aktivitäten aussieht, werde noch geprüft. Fix sind neue Preise im 1-2-3-Format so Ludwig: Ein Euro für Kinder, zwei Euro für Jugendliche, Saisongäste und Inhaber einer Bäderlegitimationskarte und drei Euro für Erwachsene. Bei den Eingängen werde man dabei besonders auf den Sicherheitsabstand achten.



Masken-Pflicht und blaue Fahne

"Es wird eine Saison, wie wir sie noch nie gehabt haben", sagte Stadtrat Czernohorszky. Im Indoor-Bereich wird es vermutlich eine Masken-Pflicht geben, Personenbegrenzungen werden auf alle Bäder zukommen. "Es wird früher die blaue Fahne gehisst, das wird am Wochenende spezielle Regeln brauchen", so Czernohorszky. Man müsse überlegen, wie man dem Ansturm gerecht werden könne.

"Ich gehe davon aus, der 29. Mai wird ein guter Bäderstarttag", so der Stadtrat. "Wiener Bäder sind für alle da, diese Breite soll auch angeboten werden." Die Aufgaben, die auf Bassin-Manager, oder "Badewaschl" zukommen, seien groß. Sicherheitsabstand sei ein Thema, an das die Wiener möglichst immer denken sollten. Klare Regeln und Rahmenbedingungen seien die Voraussetzung für die Öffnung. Bis zum 29. Mai sollen alle Wiener Bäder aufsperren können.

Problem sind Rutschen und Attraktionen

Wellenbecken und Wasserrutschen sollen zwar in Betrieb genommen werden, aber ein Betrieb in normaler Form werde nicht möglich sein, sagt der Abteilungsleiter der Stadt Wien-Bäder, Hubert Teubenbacher. Und: "Wir können keinem Mensch garantieren, dass er jederzeit ins Bad kommen kann."

Da müsse man die Personenlimits und die Besuchssituation im Auge behalten. Auch die Zahl der Schwimmenden müsse geregelt werden, das könne nicht nur durch Becken-Manager, sondern auch durch Zugangs-Beschränkungen geschehen. Vorstellbar sei eine digitale Übersicht, wo der Eintritt möglich sei, ein "First-Come-First-Serve"-Prinzip soll nicht bevorzugt werden. Karten sollen im Vorverkauf gekauft werden können, Bäderkassen soll es trotzdem geben.









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