Ein Besuch bei der Mama endete Sonntagnachmittag in Graz mit einem Großeinsatz: Ein 33-Jähriger schloss den Akku seines E-Scooters in der Wohnung seiner Mutter zum Aufladen an eine Steckdose an. Plötzlich gab es in der Wohnung in der Grazbachgasse einen lauten Knall: Der Akku des E-Scooters war explodiert, dichter Rauch zog durch die Wohnung, wir berichteten.
Der 33-Jährige geriet in Panik, eine Kurzschluss-Reaktion war die Folge: Der Steirer riss ein Fenster auf, sprang aus der Wohnung im ersten Stock in die Tiefe. Er stürzte rund 6 Meter in die Tiefe, prallte im Innenhof auf den harten Asphalt. Dabei zog er sich schwere Verletzungen an einem Bein zu, das Rote Kreuz brachte den 33-Jährigen in ein Krankenhaus.
Die Mutter (50) und der Bruder (17) des Mannes sowie ein weiterer Hausbewohner flüchteten ins Stiegenhaus. Sie riefen die Feuerwehr, versuchten dann, den Akku-Brand mit Hilfe eines tragbaren Feuerlöschers zu bekämpfen. Die Berufsfeuerwehr Graz war wenige Minuten später vor Ort, zwei Atemschutztrupps starten sofort mit dem Löschangriff. Sämtliche vom Rauch vernebelte Wohnungen wurden auf Opfer durchsucht. Ein Bewohner, der im Stiegenhaus war, wurde von den Helfern unverletzt ins Freie gebracht. "Binnen Minuten konnte 'Brand Aus' gemeldet werden", so die Berufsfeuerwehr Graz auf Facebook. "Im Anschluss mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr noch Entlüftungs- und Nachlöscharbeiten durchführen." Die Wohnung wurde durch Rauch und Löscharbeiten komplett verwüstet. Die Schadenshöhe ist noch unbekannt, die Grazer Berufsfeuerwehr war mit sechs Fahrzeugen und 25 Helfern im Einsatz.