Sechs Bundesländer sind für ein Glyphosat-Verbot

Kärnten gilt als Vorreiter beim Glyphosat-Verbot. (Symbolbild)
Kärnten gilt als Vorreiter beim Glyphosat-Verbot. (Symbolbild)Bild: iStock
Kärnten, Burgenland und Vorarlberg planen ein Verbot, die Länder Tirol, Wien und Steiermark prüfen mögliche Schritte.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat erhoben, wie die neun österreichischen Bundesländer zu einem Glyphosat-Verbot stehen. Das Ergebnis: Drei Bundesländer, nämlich Kärnten, Burgenland und Vorarlberg, planen ein solches Verbot. Die anderen Bundesländer – bis auf Niederösterreich und Salzburg – prüfen ein solches Verbot noch beziehungsweise befürworten ein nationales Glyphosat-Verbot durch die Bundesregierung.

Vorreiter Kärnten

"Absolutes Vorbild in Sachen Glyphosat ist derzeit Kärnten. Das Bundesland hat bereits im zuständigen Ausschuss ein Glyphosat-Verbot beschlossen und zur Notifizierung nach Brüssel geschickt. Wenn von dort keine rechtlichen Bedenken kommen, dann wird Kärnten das Verbot zeitig im nächsten Jahr endgültig beschließen", so Sebastian Theissing-Matei, Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich in einer Aussendung am Dienstag.

Auch das Burgenland und Vorarlberg wollen Glyphosat verbieten. Das Burgenland möchte bereits demnächst einen entsprechenden Gesetzestext auf den Weg bringen.

Niederösterreich gegen Verbot

Auch das Bundesland Tirol ist prinzipiell gegen den Einsatz von Glyphosat, konnte sich aber noch nicht zu einem vollständigen Verbot durchringen. Wien und die Steiermark prüfen noch mögliche Schritte gegen den Unkrautvernichter.

CommentCreated with Sketch.2 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Oberösterreich hat zumindest kurzfristig nicht vor, Glyphosat im Bundesland zu verbieten, zeigt sich aber offen für eine bundesweite Lösung. Kein Verbot streben derzeit Salzburg und Niederösterreich an. Vor allem die Landesregierung von Niederösterreich macht in ihrer Antwort klar, dass sie den weiteren Einsatz von Glyphosat befürwortet.

EU-Zulassung verlängert

Die EU hat die Zulassung des potenziell krebserregenden Gifts im November für weitere fünf Jahre verlängert. Danach ist aber Schluss. Das Europaparlament verlangt in einer Resolution das Ende des Unkrautvernichters bis spätestens zum 15. Dezember 2022.

Die Entscheidung stieß auf viel Unmut in der Bevölkerung. Die Unternehmen Schärdinger, Tirol Milch und Stainzer Milchbauern entschlossen sich freiwillig dazu, dass ihre Landwirte ab sofort kein Glyphosat mehr verwenden.

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(red)

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