Österreich

Sechs illegale Bordelle seit Jahresbeginn geschlossen

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:09

Sechs illegale Bordelle sind seit Jahresbeginn in Linz geschlossen worden. Seit Inkrafttreten des oö. Sexualdienstleistungsgesetzes im September 2012 wurden insgesamt 20 nicht genehmigte Etablissements dichtgemacht, bilanzierte Sicherheitsstadtrat Detlef Wimmer (FPÖ) am Mittwoch.

Wimmer sprach von einem wichtigen Beitrag gegen die Ausbeutung von Menschen und zur Minimierung des Gesundheitsrisikos.

Kritik von Beratungsstellen

Die Beratungsstellen für Sexarbeiter und die Plattform hatten hingegen Kritik am Gesetz geübt. Die Besteuerungspraxis sei "ein aktuelles Beispiel dafür, wie die gesellschaftliche und gesetzliche Doppelmoral sich in der Reglementierung von Sexarbeit manifestiert".

Entkriminalisierung notwendig

Die Plattform sexworker.at und die Vereine LEFÖ (Wien), maiz (Linz), SXA-Info (Graz), PiA (Salzburg) und iBUS (Innsbruck) forderten die Entscheidungsträger auf, "einen politischen Ansatz zu verfolgen, der Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen nicht nur in die Pflichten nimmt, sondern ihnen auch tatsächliche Rechte zugesteht und rechtlichen Schutz garantiert". Neben einer Entkriminalisierung des Bereichs Sexarbeit müsse eine Entstigmatisierung und eine gleichzeitige Beteiligung und Einbindung in politische Entscheidungsprozesse dieser im Zentrum stehen.

"Wir befürchten, dass sich durch die Regelung die bereits beschränkte Anzahl an legalen Arbeitsplätzen sowie die Vielfalt der Arbeitsorte und Wahlmöglichkeiten für Sexarbeiter und Sexarbeiterinnen noch weiter reduzieren wird und Sexdienstleister und Sexdienstleisterinnen vermehrt im illegalisierten und unsichtbaren Bereich arbeiten müssen", hieß es in der Stellungnahme.

 

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