Sechs Jahre Haft nach Messer-Mord in Sandkiste

Auf diesem Spielplatz wurde der Afghane erstochen.
Auf diesem Spielplatz wurde der Afghane erstochen.Bild: Mike Wolf
Nach einem Messermord auf einem Spielplatz in Urfahr wurde am Mittwoch am Linzer Landesgericht ein Afghane (17) zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt.

Nach drei Tagen Verhandlung wurde am Mittwoch ein Afghane (17) wegen Mordes rechtskräftig zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Er soll im September letzten Jahres einen 19-jährigen Landsmann in der Sandkiste auf einem Kinderspielplatz in Urfahr erstochen haben.

Der 17-Jährige hat laut Anklage mit einem Keramikmesser mit voller Wucht auf sein Opfer eingestochen. Dieses verblutete laut Gutachten innerlich.

Geschworene schlossen Notwehr aus

Die Geschworenen sprachen den Beschuldigten einstimmig wegen Mordes schuldig. Eine mögliche Notwehr haben alle ausgeschlossen.

Die Unbescholtenheit sowie sein Tatsachengeständnis wertete der Richter beim Urteil als mildernd. Der 17-Jährige hatte die Tat gestanden, wenn auch aus Notwehr, wie er angab.

Der Angeklagte habe laut Staatsanwalt derart fest in den Brustkorb des 19-Jährigen gestochen, dass die 20 Zentimeter lange Klinge bis zur Wirbelsäule durchstieß und dann abbrach. Anschließend habe er noch mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf des Schwerverletzten getreten. Das Opfer verstarb noch am Spielplatz.

Laut Verteidiger sei sein Mandant zuvor von dem späteren Opfer mit einer Eisenkette geschlagen worden. Er habe danach das Messer nur als Selbstschutz mitgenommen.

Die Geschworenen sahen das aber anders.

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