Nahost-Konflikt

Sechs Tote bei Israels Militäreinsatz im Westjordanland

Bei einem Einsatz israelischer Truppen in einem Flüchtlingslager sind nach palästinensischen Angaben mindestens sechs Palästinenser getötet worden.

Newsdesk Heute
Sechs Tote bei Israels Militäreinsatz im Westjordanland
Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.
REUTERS

 Die Leichen seien in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte das palästinensische Gesundheitsministerium am Mittwochmorgen mit. Der palästinensische Rote Halbmond warf den israelischen Truppen zudem vor, den Transport der Toten und Verletzten durch Krankenwagen gestört zu haben. Laut der Hilfsorganisation war eine Gruppe von Palästinensern in dem Flüchtlingslager Nur Schams nahe der Stadt Tulkarem von einer israelischen Drohne getroffen worden. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht dazu.

Der palästinensische Rote Halbmond warf den israelischen Truppen vor, den Transport von Toten und Verletzten durch Krankenwagen gestört zu haben. Seit Beginn des Gazakrieges, der durch den Großangriff der Hamas und anderer Extremistengruppen in Israel am 7. Oktober ausgelöst wurde, hat auch die Gewalt im Westjordanland zugenommen. Nach Angaben des dortigen Gesundheitsministeriums sind seit dem 7. Oktober mindestens 310 Palästinenser in dem Gebiet getötet worden.

1/9
Gehe zur Galerie
    Das israelische Militär fliegt nun fast täglich Vergeltungsschläge auf den Gazastreifen.
    Das israelische Militär fliegt nun fast täglich Vergeltungsschläge auf den Gazastreifen.
    REUTERS

    Israel führt laut Armeesprecher einen "Sieben-Fronten-Krieg"

    Der israelische Verteidigungsminister Joav Galant sieht sein Land in einem Mehrfrontenkrieg verwickelt. Israel kämpfe an sieben Fronten: im Gazastreifen, im Westjordanland, im Libanon, in Syrien, im Irak, im Jemen und im Iran, sagte Galant am Dienstag in einer Sitzung der Parlamentsausschüsse für Verteidigung und Äußeres. An sechs dieser Fronten sei Israel bereits aktiv geworden. Welche das sind, sagte Galant nicht.

    Falls Israel seine Kriegsziele im Gazastreifen nicht erreiche, werde es nicht nur ein Problem mit Menschen haben, die nicht in die Grenzgebiete zum Libanon und zum Gazastreifen zurückkehren wollen, sagte der Minister. "Die Menschen werden nicht an einem Ort leben wollen, wo wir nicht wissen, wie wir sie schützen können", sagte er.

    red
    Akt.