Sechsfacher Schädelbruch: Baufirma freigesprochen

Im April 2015 begrub eine 120-Kilo Glastüre am Bahnhof Strasshof die vierjährige Viktoria unter sich. Das Mädchen erlitt einen sechsfachen Schädelbruch, per Hubschrauber musste sie ins SMZ-Ost gebracht werden. Schnell stellte sich heraus, dass die Tür kaputt gewesen war. Am Mittwoch wurde die Baufirma freigesprochen.

 

Die Tür des Wartehäuschens am Bahnsteig hätte durch drei Schaniere gesichert sein sollen. In Wirklichkeit fehlte bei einem ein Bolzen, ein zweites war mit Kabelbindern befestigt. Das dritte und letzte Scharnier gab schließlich genau zu dem Zeitpunkt den Geist auf, als Viktoria die schwere Glastür wegen des Windes schließen wollte. 

Am Mittwoch stand der 48-jährige Geschäftsführer der Stahlbaufirma, die die Tür eingebaut hatte, vor Gericht. Die Tür wurde 2013 montiert. Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, die Türblätter wären zu schwach für die schwere Tür gewesen. 

Dem widersprach die Seite des Angeklagten. Laut Verteidiger hätte die ÖBB keine Wartungsvertrag mit der Firma gehabt. Die Tür sei durch Vandalismus beschädigt gewesen. Fahrlässig habe nicht der Angeklagte gehandelt sondern jene, die für die Erhaltung der Anlage und deren Wartung zuständig gewesen wären. 

Die geklagte Firma hätte bereits viele Aufträge für ÖBB-Station ausgeführt, Probleme hätte es bisher nicht gegeben. Dem stimmte schließlich auch der Richter zu, die Firma wurde freigesprochen. 

Seitdem das Mädchen verletzt wurde, haben bereits die ÖBB eine Zahlung geleistet. 

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