Er muss eine lebenslange Haftstrafe "durchdrucken"– und arbeitet jetzt als Drucker: "Seekiller" Alfred U. wurde ins Gefängnis Stein (NÖ) verlegt, wo er wieder in seinem angestammten Beruf arbeitet.
Gleich nach seiner Verhaftung im Mai 2018 sagte Prostituierten-Mörder Alfred U.: "Ich will so schnell es geht zurück auf den ‚Felsen', dort kann ich wieder Mensch sein. Hier habe ich mich immer am wohlsten gefühlt."
Jetzt ist er zurück am "Felsen", wie das Gefängnis Krems-Stein im Häftlings-Jargon genannt wird, und kann dort trotz seiner 65 angesammelten Lebensjahre (davon verbrachte er 32 hinter
Gittern) wieder in seinem angestammten Beruf durchstarten.
Der gelernte Offset-Drucker stellt im Häf'n nun Formblätter und Aktendeckel für die Verwendung an sämtlichen Gerichten in Österreich her.
"Er ist nun wieder an der gleichen Maschine tätig, an der er 2005, als er auf den Mittersteig verlegt worden war, aufgehört hat", erzählt seine Anwältin Astrid Wagner. Alfred U. ist ein mehrfach vorbestrafter Gewalttäter. Im Oktober 2016 wurde er bedingt aus dem Maßnahmenvollzug entlassen.
Nur wenige Monate später erwürgte er ein ungarisches Freudenmädchen (28) und versenkte die zerteilte Leiche im Neusiedler See. Dafür fasste er lebenslang aus.
Um sich den Haftalltag mit Zigaretten und Schmankerln aus dem Supermarkt versüßen zu können, arbeitet er nun wieder. Klar: Man will ja Mensch sein, selbst am "Felsen". Seinem Opfer hat er diese Chance genommen.