Sehen wir unsere Milliarden nie wieder?

Die Hoffnung stirbt zuletzt.Dennoch:Anders als noch vor ein paar Monaten schließt selbst Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) einen Schuldenerlass für die Pleite-Griechen nicht mehr aus. Damit dürfte auch ein Teil unserer Hilfsmilliarden flöten gehen.

"Unsere Milliarden sind nie futsch, auch in 1000 Jahren nicht!" Diese Parole ließ das Finanzministerium noch vor wenigen Tagen ausgeben. Wer darauf vertraute, sollte spätestens jetzt anfangen, sich Sorgen zu machen. Denn am Montag korrigierte selbst Hardlinerin Maria Fekter ihren Kurs - und will nun, entgegen bisherigen Aussagen, einen Schuldenerlass für die Griechen nicht mehr ausschließen.

Das dürfe jedoch, so Fekter, nur eine "allerletzte Möglichkeit" darstellen. In Summe geht es derzeit um 1,5 Milliarden Euro, die Österreich nach Athen überwiesen hat. Ob im Pleite-Fall die 1000-Jahr-Regel gilt? Eher nicht. Denn jüngst hat die Republik etwa dem Sudan Schulden in der Höhe von einer knappen Milliarde Schilling erlassen. Diese hatten sich die Afrikaner in den 1970er-Jahren geborgt.

Die Griechen müssen indes weiter um die nächste Kredit- Tranche über acht Milliarden Euro zittern. Die EU will zuvor fix alle Anforderungen erfüllt sehen. "Das ist die letzte Chance", warnte EU-Währungskommissar Olli Rehn.

Wolfgang Bartosch

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