Österreich

Seil zu kurz: Kletterer stürzte ab

Der 48-jährige Franzose fiel sieben Meter in die Tiefe und blieb schwer verletzt in einer Felsrinne liegen.
Heute Redaktion
14.09.2021, 01:24

Ein in München lebender Franzose stieg am Samstag Abend mit seiner 32-jährigen Gefährtin über den Führerweg am Totenkirchl im Wilden Kaiser ab. An einer der letzten Abseilstellen schätzte der 48-Jährige die Seillänge falsch ab: Er begann abzuseilen und bemerkte erst dann, dass ein Strang zu kurz war und er nicht bis zum Ende abseilen konnte. Als er versuchte, das kürzere Seilstück nachzuziehen, dürfte dieses durch das Abseilgerät gezogen worden sein. Der Kletterer stürzte daraufhin aus einer Höhe von etwa sieben Metern in eine Felsrinne, wo er schwer verletzt liegen blieb.

Die Seilpartnerin befand sich zum Unfallzeitpunkt am Standplatz oberhalb und konnte, weil das Seil durch das Missgeschick abgezogen wurde, nicht zum Verletzten gelangen. Sie setzte per Handy einen Notruf ab. Es wurden die Bergrettung Kufstein, die Bergrettung St Johann iT und der Notarzthubschrauber C4 von der Leitstelle Tirol alarmiert. Bis zum Eintreffen des NAH C4 leistete eine weitere 2-er Seilschaft Erste Hilfe beim Verunfallten. Insgesamt wurden vier Personen per 30m-Tau vom NAH C4 geborgen. Aufgrund der schweren Rückenverletzungen wurde der verletzte Kletterer sofort vom NAH C4 in die Klinik nach Innsbruck eingeliefert.