Die 20-jährige Beth Tsangarides aus dem englischen Deal, Kent lebt mit einer rätselhaften Krankheit, die bei einer Vielzahl von Reizen – von emotionalen Reaktionen bis hin zum Kontakt mit bestimmten Lebensmitteln und Stoffen – schwere Reaktionen auslöst, darunter Striemen auf ihrer Haut und die Gefahr eines lebensbedrohlichen Schocks. Seit fünf Jahren stehen die Ärzte vor einem medizinischen Rätsel und können keine endgültige Diagnose stellen.
Beth erzählt: "Mit 15 wachte ich eines Morgens mit einem Ausschlag im Gesicht auf, und von da an ging es nur noch bergab. Mein Darm, meine Nieren, alles funktionierte irgendwie nicht mehr. Alles, was ich tue, wirkt sich in irgendeiner Weise auf meine Haut oder meinen Körper aus. Egal, ob ich zu viel lache, weine oder emotional aufgewühlt bin, meine Haut kann sich entzünden." Die Schmerzen, die Beth bei einem Aufflammen ihrer Haut empfindet, vergleicht sie damit, "als ob man in einem Feuer verbrennt oder mit Säure angegriffen worden wäre". "Die Mediziner sagen, dass ich ein medizinisches Rätsel bin und dass sie so etwas noch nie gesehen haben."
Beths größtes Problem ist das Essen. "Ich lebe sozusagen in einer Blase. Wenn ich mich in der Nähe von bestimmten Gewürzen und Kräutern oder sehr stark riechenden Dingen aufhalte, kann das dazu führen, dass ich aufhöre zu atmen und eine schwere Reaktion im Gesicht habe. Ich kann nur sehr eingeschränkt essen, und das macht mir Angst."
Ihr Lieblingsgericht ist Pasta. Nicht zuletzt deshalb, weil sie darauf noch keine Reaktion hatte. "Ich gehe nicht auswärts essen, aber wenn ich es tue, dann nur nach vorheriger Absprache mit dem Küchenchef", sagt Beth. "Das ist etwas, was ich nicht mehr tun kann, seit ich krank bin. "Es ist schwer, denn ich bin 20 und möchte mit meinen Freunden ausgehen, etwas trinken und eine Pizza essen gehen oder so etwas."
Seit ihrem 15. Lebensjahr leidet die junge Frau unter einem rätselhaften Symptom-Mix. Ihr Zustand hat sich so weit verschlechtert, dass selbst der Geruch bestimmter Substanzen eine anaphylaktische Reaktion auslösen kann. Weil die Ärzte seit fünf Jahren nach einer Diagnose suchen, hat die Engländerin bereits eine Odyssee an unzähligen Konsultationen und medizinischen Tests hinter sich.
Um ihren Gesundheitszustand noch komplizierter zu machen, wurde bei Beth auch das Posturale Tachykardie-Syndrom (PoTS) diagnostiziert. Bei dieser Erkrankung wird der Blutfluss beim Stehen gestört, was zu Ohnmachtsanfällen und Krampfanfällen führen kann. Infolgedessen ist Beths tägliches Leben mit zusätzlichen Schwierigkeiten verbunden, so dass sie nicht in der Lage ist, einer Arbeit nachzugehen. Ihre Partnerin ist mittlerweile zu ihrer Vollzeitpflegekraft geworden.
Trotz der Strapazen hat Beth in letzter Zeit den Mut gefasst, einen gewissen Grad an Normalität in ihr Leben zurückzuholen. Sie hat begonnen, sich wieder zu schminken, ein Schritt, den sie wegen des Risikos von weiteren Hautreizungen und möglichen Infektionen gemieden hatte. Zudem dokumentiert sie ihren Zustand auch auf TikTok, um sich mit anderen auszutauschen und das Bewusstsein für ihre Krankheit zu schärfen.