Christa Kummer beschäftigt sich in ihrem neuesten Posting mit der Macht der Worte. Besonders kritisch sieht sie, dass viele Menschen lediglich eine Überschrift lesen, sich für den eigentlichen Inhalt aber kaum noch Zeit nehmen. Ein Urteil sei dennoch schnell gefällt, selbst dann, wenn ein Kommentar am Thema vorbeigehe.
"Worte dienen nicht nur der Informationsvermittlung. Sie prägen Wahrnehmungen, beeinflussen Emotionen und können Entscheidungen lenken", erklärt Kummer.
Als Beispiel nennt sie Begriffe wie "natürlich", "exklusiv" oder "limitiert", mit denen Produkte aufgewertet und bei Konsumenten bestimmte Gefühle ausgelöst werden sollen. Auch politische Botschaften könnten je nach Wortwahl völlig unterschiedliche Bilder im Kopf entstehen lassen.
Noch einen Schritt weiter gehe Propaganda. Dabei würden Inhalte oft vereinfacht, einseitig präsentiert und ständig wiederholt. Je öfter eine Aussage zu hören sei, desto glaubwürdiger könne sie wirken, selbst wenn sie nicht der Wahrheit entspreche. Kummer verweist dabei auf den sogenannten "Illusory-Truth-Effekt".
Ihr Appell an ihre Follower, Aussagen nicht sofort übernehmen, sondern nachfragen, wer etwas sagt, welches Ziel dahintersteckt und welche Fakten dafür oder dagegen sprechen. "Worte sind niemals nur Worte. Sie können informieren, inspirieren und verbinden, aber auch täuschen, spalten und lenken."
Zum Schluss kann sich Kummer einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. "Ich bin stolz auf euch, dass ihr nicht nur die Überschrift gelesen habt."