Fahrraddiebstahl ist ein massives Problem: Laut Bundeskriminalamt wurden allein in Deutschland 2024 rund 245.868 Räder gestohlen. Die Aufklärungsquote liegt bei mageren 9,7 Prozent. Ist das Rad erst weg, bleibt es meist auch weg.
Umso wichtiger ist es, Maschen wie den Sekundenkleber-Trick zu kennen. Das Prinzip ist simpel, aber perfide: Diebe versiegeln die Schlossöffnung mit Sekundenkleber und machen das Schloss so unbrauchbar.
Wie inside-digital.de berichtet, erlebt diese Masche aktuell in Hamburg eine Renaissance. Der Besitzer kann sein Rad nicht mehr aufsperren und muss es über Nacht stehen lassen. Genau darauf setzen die Täter - sie brechen das Schloss dann geschützt vor Blicken in der Nacht auf.
Die Polizei Hamburg rät: Lass dein Rad keinesfalls unbeaufsichtigt stehen! Kontaktiere stattdessen die Polizei und versuche dann, den Sekundenkleber mit Aceton zu lösen oder das Schloss selbst aufzubrechen.
Wichtig: Führe immer einen Eigentumsnachweis für dein Fahrrad mit oder habe ihn digital parat. So kannst du gegenüber der Polizei oder aufmerksamen Passanten beweisen, dass es sich um dein eigenes Rad handelt. Übrigens: Bereits das Verkleben eines Schlosses kann Sachbeschädigung sein und zur Anzeige gebracht werden.
Der Sekundenkleber-Trick ist nicht die einzige Methode. Manche Täter befestigen angeblich "versehentlich" ihr eigenes Schloss zusätzlich am fremden Rad. Auch hier lautet das Kalkül: Der Besitzer holt Hilfe und lässt das Rad zurück - und die Diebe schlagen zu. Sei also immer wachsam und handle sofort, wenn etwas an deinem Fahrrad nicht stimmt.