Nach einem Sekundenschlaf des Autolenkers ist am Sonntag eine Familie aus Tschechien auf der A9, der Pyhrnautobahn, südlich von Graz verunglückt. Die Eltern wurden schwer verletzt, ihre mitfahrende zwölfjährige Tochter erlitt leichte Verletzungen. Bereits seit Samstag kam es in der Steiermark zu mehreren schweren Verkehrsunfällen.
Der 38-jährige Tscheche war gegen 6.45 Uhr auf der A9 in Richtung Spielfeld unterwegs, als er im Bereich der Baustelle nahe Wildon vermutlich am Steuer einschlief. Er touchierte daraufhin eine Betonleitwand. Die Autobahn blieb rund 90 Minuten für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung war eingerichtet.
Der Mann musste mit dem Rettungshubschrauber in das UKH Graz geflogen werden, seine gleichaltrige Beifahrerin wurde per Rettungswagen ins Unfallkrankenhaus gefahren. Die Tochter kam zur Versorgung in das LKH Graz.
Biker- und Radlerunfälle bei schönem Wetter
Den sonnigen Samstag hatten viele Biker für eine Ausfahrt genutzt. Dabei passierten einige Unfälle wie etwa im weststeirischen Bezirk Voitsberg: Ein Pkw-Lenker war in einer Rechtskurve auf die linke Fahrbahnseite geraten und stieß gegen einen 40-jährigen Motorradfahrer. Ein nachkommender 49-jähriger Biker konnte zwar dem Auto, aber nicht dem am Boden liegenden Motorrad seines Freundes ausweichen. Auch er stürzte. Beide erlitten schwere Verletzungen.
In der Südoststeiermark verletzte sich ein Rennradfahrer schwer: Er versuchte einen Traktor zu überholen, der Lenker wollte aber gerade nach links abbiegen. Deshalb stieß der 61-jährige Radsportler gegen den linken vorderen Reifen und stürzte. Auch er musste mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden.
Bereits Samstagvormittag stießen in der Gasen (Bezirk Weiz) ein Rennradfahrer und ein Motorradlenker zusammen. Der 27-Jährige hatte seinen Radkollegen auf der anderen Straßenseite warten sehen und bog zu ihm ab. In dem Moment wollte ihn aber der 59-jährige Biker aus Oberwart überholen. Sie prallten zusammen, wobei der Burgenländer einen Knöchelbruch erlitt. Der Radfahrer blieb unverletzt