Österreich

Selbstmord-Serie in Gefängnis

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:45

Die unheimliche Serie an Selbstmorden in der Haftanstalt Wels - das Justizministerium ist jetzt um Aufklärung bemüht. Der Chef aller Gefängnisse in Österreich, Generalleutnant Peter Prechtl, sagt gegenüber Heute: Wir werden uns das anschauen müssen!

Die unheimliche Serie an Selbstmorden in der Haftanstalt Wels – das Justizministerium ist jetzt um Aufklärung bemüht. Der Chef aller Gefängnisse in Österreich, Generalleutnant Peter Prechtl, sagt gegenüber „Heute“: „Wir werden uns das anschauen müssen!“

Damit reagiert er auf die Dramen, die sich in Wels seit Anfang 2010 hinter den Gefängnismauern abspielten.

Die fünf Fälle: Am Montag fanden Wärter die Leiche eines Mordverdächtigen: Klaus Koller (48) saß in U-Haft, weil er seine Stieftochter Paulina (14) erschlagen und vergraben haben soll. Am 26. Juli 2011 hatte es gleich zwei Mal innerhalb von 30 Minuten Alarm gegeben: Ein Einbrecher (20) hatte sich einen Gürtel um den Hals gewickelt, dann aufgehängt – tot!

Er war als nicht suizidgefährdet eingestuft. Sehr wohl hingegen ein Häftling (37), der wegen Eigentumsdelitken einsaß: Trotz der Gefährdung schaffte er es, sich ein Messer in den Bauch zu rammen – überlebt.

Tot in seiner Zelle hing auch ein Welser (45), der einen Wirt in seiner Heimatstadt erstach. Und im Februar 2010 hatte sich ein Türke (30) in dem Welser Gefängnis erhängt. Er soll zuvor seine Gattin ermordet haben.

Robert Loy

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