Selbstmordattentäter tötet 22 Hochzeitsgäste

Bild: DAPD

Ein Selbstmordattentäter hat bei einer Hochzeitsfeier im Norden Afghanistans mindestens 22 Menschen getötet. 40 Personen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Gastgeber der Party war der einflussreiche afghanische Politiker Ahmed Khan Samangani, der ebenfalls ums Leben kam. Der Anschlag ist einer der schwersten in den letzten Monaten.

Der Attentäter betrat laut Angeben eines Polizeisprecher eine Halle, in der die Hochzeitszeremonie der Tochter des einflussreichen Parlamentsabgeordneten Ahmed Khan stattfand, und zündete seine Sprengstoffweste. Nach Krankenhausangaben waren unter Toten neben Khan auch der Geheimdienstchef der Provinz.

Der Anschlag ereignete sich in der Provinzhauptstadt Aybek. Die radikal-islamischen Taliban wiesen jegliche Verantwortung für den Anschlag zurück. Nach ihrer Darstellung sollen persönliche Feinde des einflussreichen Politikers hinter der Tat stecken. "Wir waren daran nicht beteiligt", sagte ihr Sprecher Zabihullah Mujahid.

Viele Verdächtige

Der afghanische Politiker Ahmed Khan Samangani sei ein Befehlshaber der Mujaheddin gewesen. "Er war berüchtigt und es gibt viele, die mit ihm Probleme haben könnten." Als Kommandant der Mujaheddin kämpfte Khan in den 1980er Jahren gegen sowjetische Truppen und gegen die Taliban während ihrer Herrschaft von 1996 bis 2001.

Im Norden Afghanistans ist es verglichen mit dem Süden oder Osten des Landes relativ ruhig. Die Taliban haben in ihrem Kampf gegen die vom Westen unterstützte Regierung von Präsident Hamid Karzai in diesem Jahr bereits Dutzende Attentate verübt. Vor allem Zivilisten werden Opfer der Gewalt im Land.

(APA/ red)

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