Fussball

Selfie am Sarg, jetzt reagiert Fifa-Boss auf Shitstorm

Fifa-Präsident Gianni Infantino knipste am Sarg von Pele Selfies. Die kritischen Stimmen weist er in einem Instagram-Statement zurück.
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03.01.2023, 21:34
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In der Sportwelt herrscht seit dem Tod des ehemaligen Fußballstars Pelé grosse Bestürzung. Der 82-jährige Brasilianer starb am vergangenen Donnerstag im Beisein seiner Familie. In der Nacht auf Montag wurde der Leichnam in seine rund 80 Kilometer entfernte Heimatstadt Santos transportiert und im Stadion seines langjährigen Vereins FC Santos aufgebahrt. Über 27’000 Menschen zogen bis Montagabend an dem aufgebahrten Leichnam des dreifachen Weltmeisters vorbei. Das berichtet das Nachrichtenportal "G1".

Fifa-Boss Gianni Infantino reiste ebenfalls an. Bei seinem Besuch erklärte er einerseits, dass die Fifa alle 211 Fußballverbände der Welt darum bitten werde, ein Stadion nach Pelé zu benennen. Er sorgte aber auch mit Selfies für Aufsehen. Der 52 Jahre alte Präsident des Weltfußballverbandes fotografierte sich zum Beispiel per Smartphone mit dem ehemaligen Santos-Profi Lima – nicht weit vor ihnen lag der aufgebahrte Pelé. Auf Social Media wird dies kritisiert und teilweise als "pietätlos" bezeichnet.

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Das sagt der Fifa-Boss

Infantino weist die Kritik zurück. In einem langen Statement auf Instagram schreibt der Fifa-Boss, dass er ab der Kritik bestürzt sei. Die Fotos erklärt er damit, dass er von Pelés Mannschaftskameraden und Familienmitglieder für Fotos gefragt worden sei. Infantino: "Natürlich habe ich sofort zugesagt."

Auch das Selfie erklärt der Fifa-Boss: "Pelés Mannschaftskameraden baten mich darum, ein Selfie zu machen." Aber sie hätten nicht gewusst, wie man das mache. "Um ihnen zu helfen, nahm ich das Handy von einem von ihnen und machte das Foto von uns allen für ihn.» Weiter meint er, dass er so viel Respekt und Bewunderung für Pelé habe, dass er "niemals etwas tun würde, was in irgendeiner Weise respektlos wäre." Auf Anfrage von 20 Minuten verweist die Fifa auf das Statement von Infantino.

Aber nicht nur der Fifa-Boss muss Kritik einstecken. In Brasiliens Medien wird auch kritisiert, dass viele bekannte Personen fehlten. So erschienen gemäß "UOL" bekannte Fußball-Legenden wie Cafu, Kakà, Ronaldo und Romário nicht. Auch soll niemand der aktuellen Nationalmannschaft an der Abschiedszeremonie teilgenommen haben, ebenso soll der brasilianische Verband CBF keine Teilnehmer angekündigt haben.

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