"Oh Schreck, die Schleichkatze ist weg!", dachte sich wohl der Tierpfleger Montagmorgen im Salzburger Zoo: "Mork", der männliche Binturong – er lebt seit Ende August mit dem vierjährigen Weibchen "Fiona" im Tierpark – hatte sich nächtens aus dem Staub gemacht. Der Zoo Salzburg leitete umgehend die Suche nach ihm ein.
Mittels einer Wärmebildkamera konnte die graue Fellnase in einer Felsnische in der unteren Hälfte des Hellbrunner Berges oberhalb des Geierhangs schließlich entdeckt werden, wo der nachtaktive Nestflüchter ein Nickerchen hielt. Mit Unterstützung der Salzburger Bergputzer und Stadtjäger konnte der Marderbär in Sicherheit gebracht werden. Die Bergputzer seilten sich ab und bargen ihn, nun steht "Mork“ im Gibbonhaus unter strenger Beobachtung.
Die asiatische Schleichkatzen-Art weist ein dichtes, dunkelgraues bis schwarzes Fell, auffallend lange, weiße Tasthaare, markante Ohrbüschel an den hellen Ohren, einen gedrungenen Körperbau, kräftige kurze Beine und einen langen, buschigen Greifschwanz auf. Außergewöhnlich: Der Urin der seltenen Tiere riecht tatsächlich nach Popcorn.
Der Zoo Salzburg ist derzeit der einzige Tierpark in Österreich, in dem Binturongs bewundert werden können. Die beiden Schleichkatzen traten die Nachfolge der Nasenbären an und sind gegenüber dem Haupteingang, auf der rechten Seite des Gibbonhauses, zu sehen.