Österreich

Sendeanlage Bisamberg: Masten werden verschrottet

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:46

Das Areal mit den Sendeanlangen auf dem Bisamberg könnte nach der Sprengung der beiden Masten zum Museum werden. Diese befinden sich aber auf dem Weg zum Schrottplatz, da sie im Gegensatz zu den Gebäuden keinen historischen Wert haben. Der Sprengmeister zeigte sich nach getaner Arbeit zufrieden.

"Das war schon etwas Spezielles für uns", erklärte Sprengmeister Richard Isele im Gespräch mit Heute.at. Die Arbeit verlief glatt, obwohl es "keine 08/15-Sprengung war".

Insgesamt wurden 20 Kilogramm des tschechischen Sprengstoffs Semtex in sogenannten Schneidladungen verwendet. "Das ist aber keine besonders große Menge", so Isele, der normalerweise im Bergbau tätig ist. "Dabei wird oft viel mehr Sprengstoff verwendet."

Die beiden Sendemasten mit 120 bzw. 265 Metern Höhe verwandelten sich gestern Nachmittag in Schrott. Der kleinere der beiden Sender wurde direkt am Fundament gesprengt, am größeren wurden drei Ladungen angebracht. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Geschehen und sagten dem höchsten Bau Österreichs Lebewohl. Diesen Titel übernimmt nun der Donauturm in Wien.

Masten werden verschrottet
Da der Stahl aus den 1950er Jahren stammt und nicht als historisch wertvoll gilt, wird er fachgerecht beim Altmetallhändler entsorgt. Der weiche Frühlingsboden am Bisamberg verzögert momentan aber etwas den Abtransport, erklärt Martin Mairhofer von der Alpine Energie, die mit dem Abbruch der Masten beauftragt ist.

Noch keine Entscheidung über Zukunft
Im Gegensatz dazu steht die Sendeanlage mit den dazugehörenden Gebäuden unter Denkmalschutz. Der ORF, dem das Areal auf dem Bisamberg gehört, überlegt derzeit, diese öffentlich zugänglich zu machen. Es ist aber auf jeden Fall geplant, ein Überbleibsel des großen Mastes als Andenken auf dem Gelände aufzustellen.

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