Drei Jahre Haft

Seniorin schwer misshandelt – Vorarlberger verurteilt

Der 39-jährige Vorarlberger soll sein 71-jähriges Opfer über Stunden malträtiert haben. Am Freitag wurde er dafür am Wiener Landesgericht verurteilt.
Dominik Mayer
20.12.2024, 14:27
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Vor Gericht gab der Angeklagte zu, "teilweise schuldig" zu sein. Die Frau habe ihn psychosomatisch verletzt, was ihm "zwischenmenschlich weh getan" habe. Er habe der Frau vor einiger Zeit "bei der Trennung von ihrem Langzeitlebensgefährten" und anschließend beim Umzug geholfen. Danach habe er die Sommermonate bei ihr in Wien, den Rest des Jahres in seiner Heimat in Vorarlberg gelebt.

Alkohol und Kokain konsumiert

In der Nacht auf den 7. September des Vorjahres kam der Mann nicht rechtzeitig nach Hause. Das veranlasste die Frau dazu, eine zwei mal drei Meter große Liebeserklärung, die er in Form eines Herzens in Verbindung mit ihrem Vornamen an die Wand gemalt hatte, mit weißer Farbe zu überdecken. Das habe den Mann verletzt, als er um 3.00 Uhr in der Früh – beeinträchtigt vom Genuss von Alkohol und Kokain – in die Wohnung kam.

Opfer vergewaltigt

Der Anklage zufolge versetzte der 39-Jährige der Frau nach einem Wortgefecht zunächst mehrere Faustschläge ins Gesicht, würgte sie, band sie mit Kabelbindern an einem Stuhl fest und schnitt ihr büschelweise Haare ab. Als er die Fesseln gelöst hatte, versuchte die 71-Jährige zu fliehen. Der Mann vereitelte den Versuch, zerrte sie ins Schlafzimmer und zwang sie zur Duldung und Vornahme sexueller Handlungen.

Zur Tatzeit zurechnungsfähig

Der 39-Jährige leide laut einem psychiatrischen Gutachten an einer Bipolaren Störung, war zum Tatzeitpunkt aber zurechnungsfähig. Seine Steuerungs- und Handlungsfähigkeit sei allenfalls herabgesetzt gewesen, stellte eine Gutachterin fest.

Schlussendlich wurde der Vorarlberger wegen Vergewaltigung, Körperverletzung und schwerer Nötigung zu einer dreijährigen unbedingten Freiheitsstrafe verurteilt. Zudem bekam die Frau 7.000 Euro an Schmerzensgeld zugesprochen. Der Beschuldigte akzeptierte das Urteil, somit ist es rechtskräftig.

{title && {title} } DM, {title && {title} } Akt. 20.12.2024, 14:56, 20.12.2024, 14:27
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