Sensation in Schönbrunn: Das erste Foto des Koala-Babys

Dieser Schnappschuss gelang Tierpflegerin Simona Gabrisova. "Es kann sein, dass man das Jungtier nun wieder einige Tage nicht sieht", so die Expertin.
Dieser Schnappschuss gelang Tierpflegerin Simona Gabrisova. "Es kann sein, dass man das Jungtier nun wieder einige Tage nicht sieht", so die Expertin.Tiergarten Schönbrunn/Simona Gabrisova
Zum ersten Mal in seiner 268-jährigen Geschichte gibt es im Tiergarten Schönbrunn Koala-Nachwuchs.

Es war eine der freudigsten Nachrichten Mitte September: Koala-Weibchen Bunji hat ein Baby bekommen. Bisher blieb das Jungtier allerdings im Beutel der Mutter, lediglich Bewegungen am Bauch von Bunji wiesen auf den Nachwuchs hin. Jetzt ist Tierpflegerin Simona Gabrisova der erste Schnappschuss gelungen.

Wie üblich wollte sie den Koalas am Dienstag eigentlich nur ihre Morgenration Eukalyptus bringen. Doch plötzlich schaute das Koala-Jungtier erstmals aus dem Beutel von Weibchen Bunji. Ein Moment, auf den der Zoo und seine Besucher schon gebannt gewartet hatten. "Das Jungtier ist Mitte April geboren, aber gesehen hatte es bis jetzt noch niemand. Ich habe gleich mein Handy geholt, um Fotos zu machen“, verrät Gabrisova.

Schon faustgroß

Von Anfang an, seit 2002, betreut sie mit ihrem Team die Koalas in Schönbrunn. Der erste Koala-Nachwuchs in der 268-jährigen Geschichte des Tiergartens ist auch für sie aufregend. "Es kann sein, dass man das Jungtier nun wieder einige Tage nicht sieht, aber mit der Zeit wird es sein Köpfchen oder auch ein Füßchen immer häufiger aus dem Beutel strecken.“

Seit über fünf Monaten wächst das Koala-Jungtier im Beutel seiner Mutter Bunji heran. Während es bei der Geburt gerade einmal so groß wie eine Bohne war, ist es mittlerweile schon faustgroß. Gabrisova: "Derzeit trinkt das Kleine ausschließlich Muttermilch. Schon bald wird es zusätzlich den so genannten Pap zu sich nehmen – eine besondere Form der Ausscheidung mit Bakterien aus der Darmflora der Mutter. Diese Mikroorganismen sind später wichtig, um Eukalyptus-Blätter verdauen zu können."

"Corona-konforme" Sicherheitsmaßnahmen

Der Tiergarten rechnet mit großem Interesse an seinem ersten Koala-Nachwuchs. Schießlich handelt sich dabei um eine kleine Sensation: "Koalas werden nur selten in Zoos gehalten. Ein Zuchterfolg ist eine kleine Sensation", so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck. Um in Zeiten der Coronavirus-Pandemie den Besuchern dennoch einen Blick auf den süßen Nachwuchs gewähren zu können, wurde vorgesorgt: Zur Wahrung des Mindestabstandes gibt es vor dem Koalahaus ein Anstellsystem mit Blockabfertigung.

Koala-Vater Wirri Wirri bekommt von den spannenden Entwicklungen übrigens nur wenig mit. Er ist an der Aufzucht nicht beteiligt und beobachtet alles ausschließlich aus der Ferne.

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