2:1! Viertligist Rot-Weiß Essen steht im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der Außenseiter setzte sich am Dienstagabend auf dramatische Weise gegen Bundesliga-Topklub Bayer Leverkusen durch.
Essen gewann in der Verlängerung mit 2:1, nachdem in der regulären Spielzeit keine Tore gefallen waren, Leverkusen dann sogar in Führung gegangen war.
Der Favorit dominierte das Spielgeschehen, verzeichnete stolze 28 Torschüsse, traf dabei auch vier Mal Aluminium. Der vermeintlich erlösende Treffer gelang dem Team von ÖFB-Teamspieler Aleksandar Dragovic aber erst in der 105. Minute durch Leon Bailey. Der Wiener leistete die Vorarbeit.
Essen bäumte sich aber tatsächlich auf und glich in Person von Oğuzhan Kefkir aus (108.). Simon Engelmann machte die Sensation mit dem Siegestreffer in der 117. Minute perfekt.
Dramatik pur: Nach dem 2:1 wurde minutenlang der Videoassistent bemüht, um eine strittige Szene im Essen-Strafraum zu prüfen. Bailey war dort nach einem Trikot-Zupfer zu Boden gegangen. Kurz sah es danach aus, als würde das Tor nicht zählen, Leverkusen stattdessen einen Elfmeter zugesprochen bekommen. Die Entscheidung: Kein Foul, Treffer zählt!
Goalie Daniel Davari brachte die Emotionen der Pokalhelden auf den Punkt: "Was sind wir jetzt, Viertelfinale? Ja? Ja dann ist feiern angesagt. Ich bin jetzt zwei Wochen nicht ansprechbar."
Eine dramatische Schlussphase gab es am Dienstag auch im Parallelspiel. Bayern-Bezwinger Holstein Kiel setzte sich im Elfmeterschießen gegen den SV Darmstadt im Duell der Zweitligisten mit 2:1 durch. Die Entscheidung fiel erst nach 18 Elfmetern. Bei den unterlegenen Gästen spielte ÖFB-Legionär Mathias Honsak durch.