Kaisergrab in Magdeburg

Sensationsfund! Ottos Gebeine sind echt

Wissenschaftler haben bestätigt: Die Gebeine im Magdeburger Dom stammen tatsächlich von Kaiser Otto I., der vor über 1.000 Jahren starb.
Newsdesk Heute
18.03.2026, 16:25
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Die im Herrschergrab im Magdeburger Dom bestatteten historischen Gebeine sind "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" tatsächlich die des legendären Kaisers Otto I. Das ergaben aufwändige wissenschaftliche Untersuchungen.

Otto I., auch Otto der Große genannt, gilt neben Karl dem Großen als zentrale Figur der mittelalterlichen Geschichte. Er lebte laut historischen Quellen von 912 bis 973 und wurde 962 vom damaligen Papst zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt, daher auch Herrscher über das Gebiet, das später Österreich umfasste.

Die mutmaßlichen Herrscherknochen wurden im Juni vergangenen Jahres nach der Öffnung eines schlichten Holzsargs gefunden, der sich im offiziell als Kaisergrab geltenden Kalksteinsarkophag befand.

DNA-Vergleich mit anderem Kaiser

Ein entscheidendes Indiz lieferten genetische Untersuchungen. Die Knochen wurden mit Gebeinen von Kaiser Heinrich II. verglichen, einem Enkel von Ottos Bruder. Die Genuntersuchungen bestätigten die Verwandtschaft.

Das durch Skelettuntersuchungen bestimmte Sterbealter um die 60 Jahre passt zu Ottos Biografie. Auch stark ausgeprägte Muskelansätze an Becken und Oberschenkeln deuten darauf hin, dass der Verstorbene häufig als Reiter unterwegs war.

Zahnprobleme und mögliche Todesursache

Die Untersuchungen erbrachten weitere Erkenntnisse: Der Kaiser verlor zu Lebzeiten wohl durch Verletzung drei Schneidezähne und litt an Zahnfleischentzündung. Hirnversorgende Arterien waren möglicherweise krankhaft erweitert, was beim plötzlichen Tod eine Rolle gespielt haben könnte.

Den Beinamen "der Große" erwarb sich der Kaiser durch den Sieg über die Magyaren in der Schlacht auf dem Lechfeld 955. Magdeburg war seine Machtzentrale und Lieblingsstadt, dort ließ er den Vorgängerbau des heutigen Doms errichten.

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