Welt

Separatisten "kämpfen bis zum letzten Blutstropfen"

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:28

Ihre bisherige Hochburg Slawjansk haben sie angesichts der anrückenden Regierungstruppen aufgegeben, aber die Aufständischen im Osten der Ukraine geben sich nicht geschlagen. "Wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen", heißt es aus den Reihen der Freischärler, die sich in Donezk neu formieren. Sie werfen der Armee vor, "das Volk auszurotten".

Ihre bisherige Hochburg Slawjansk haben sie angesichts der anrückenden Regierungstruppen aufgegeben, aber die Aufständischen im Osten der Ukraine geben sich nicht geschlagen. "Wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen", heißt es aus den Reihen der Freischärler, die sich in Donezk neu formieren. Sie werfen der Armee vor, "das Volk auszurotten".

Die Regierungseinheiten sind zuletzt auf Slawjansk, Kramatorsk und Nikolajewka vorgerückt und haben die drei . Die Freischärler rechnen damit, dass die Truppen bald vor Donezk stehen werden. Und das ist exakt der Plan, an dem Kiew arbeitet. Die Separatisten sollen auch aus ihren anderen Rückzugsorten vertrieben werden. Am Rande von Donezk und in der Nähe des Flughafens kommt es bereits zu Gefechten. In den Spitälern der Stadt liegen 150 verletzte Rebellen.

Gespräche finden nicht statt

Eine rückte in die Ferne. Russland hat jetzt die Regierung in Kiew mit Nachdruck zu Verhandlungen mit den Aufständischen aufgerufen, um eine Feuerpause zu erreichen. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hatte schon für Samstag Gespräche vorgeschlagen, sie haben aber dann doch nicht stattgefunden. Die OSZE ist weiter zur Vermittlung eines Treffens bereit. Poroschenko verlangt die Waffenabgabe der Kämpfer und die Freilassung der Gefangenen.

 

"Beginn der Wende"

Poroschenko hatte die Rückeroberung als "Beginn der Wende" bezeichnet. Sie sei zwar "kein totaler Sieg", besitze aber "überragende Symbolkraft" im Kampf um die territoriale Einheit der früheren Sowjetrepublik und sei ein erster großer militärischer Erfolg. Nun seien die Regionen Donezk und Lugansk an der Reihe.

"Putin hat uns aufgegeben"

Rebellenkommandant Igor Girkin alias Strelkow wirft Russlands Präsident Wladimir Putin Wortbruch vor. Die Zusage, "alle verfügbaren Mittel" zum Schutz seiner Landleute in der Ukraine einsetzen, entpuppten sich als leere Versprechen, so Strelkow. "Sie erfüllten uns mit Hoffnung und gaben uns dann auf."

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