Tatzeit, Bewaffnung und Tarnung passen ins Profiler-Bild: Donnerstagfrüh um 8.25 Uhr überfiel erneut ein Kapuzen-Träger eine kleine Oberbank-Filiale am Linzer Froschberg und entkam mit knapp mehr als 5000 Euro Beute. Der ganze Ablauf ähnelt den vorangegangenen Überfällen auf zwei Raiffeisenkassen in Nachbar-Stadtteilen.
Überfall, Geld her - nur große Scheine! Mit knappen, in gebrochenem Deutsch gesprochenen Worten herrschte der etwa 1,75 Meter große Räuber, der sein Gesicht hinter einer dunklen Sonnenbrille und der Kapuze eines blau-violetten Sweaters verbarg, die beiden Kassenangestellten in der Oberbank-Filiale an der J.-S.-Bach-Straße in Linz-Froschberg an. Trotz vorgehaltener Pistole zögerten die beiden Oberbank-Mitarbeiter. Daraufhin verlor der mit einer dunklen Hose und weißen Sportschuhen bekleidete Täter die Geduld: Schneller, ich schießen!
Der Pistolengangster griff schließlich selbst zum Bargeld - etwa 5000 Euro in 200er- und 100er-Banknoten -, stopfte seine Beute in ein mitgebrachtes schwarzes Stoffsackerl und flüchtete daraufhin zu Fuß in Richtung Kudlichstraße.
Eine sofort eingeleitete Alarmfahndung, bei der auch Polizeihunde eingesetzt wurden, verlief ergebnislos.
Allerdings zeigt der jüngste Raubzug am Froschberg deutliche Parallelen zu den beiden Überfällen auf Raika-Bankstellen in Untergaumberg im Juli und am Bindermichl am 17. August: Vorgehensweise und Tarnung deuten auf denselben Täter ausländischer Herkunft.