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Sets, Stars, Stunts: James Bond und Österreich

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:57

Das neue "James Bond"-Abenteuer "Spectre" lässt die Herzen der österreichischen 007-Fans höher schlagen: Christoph Waltz als Bösewicht Oberhauser, Tirol und die Steiermark als Drehorte! Doch schon vor dem 24. Bond-Streifen gab es einige Verbindungen zwischen Ian Flemings Spion und Österreich...

Das neue als Bösewicht Oberhauser, Tirol und die Steiermark als Drehorte! Doch schon vor dem 24. Bond-Streifen gab es einige Verbindungen zwischen Ian Flemings Spion und Österreich...

Der neue Bond

. Die Crew wird etwa 500 Personen umfassen, 150 davon werden aus Österreich kommen.

 

Finanziell zahlt sich der Dreh vor allem für Tirol aus. Für Bauten, Mieten, Transporte und Gagen wird das Film-Team laut "Cine Tirol" mindestens sechs Millionen Euro ausgeben.

Christoph Waltz wird in "Spectre" nicht - wie aus der Gerüchteküche zu vernehmen war - Ernst Stavro Blofeld verkörpern (besagter Schurke wurde aber, wie auf Seite drei nachzulesen ist, einmal beinahe von einem Österreicher gespielt). Dass Waltz' Figur Oberhauser tatsächlich der Bösewicht im neuen Film ist, wurde noch nicht bestätigt, gilt aber als hochwahrscheinlich.

 

Frühere Dreharbeiten -

"Spectre" ist nicht der erste "Bond", der teilweise in Österreich gedreht wird. Bestens bekannt ist den heimischen 007-Fans die Szene im Wiener Prater. Diese entstammt dem Film "Der Hauch des Todes" mit Timothy Dalton in der Hauptrolle. Die Produzenten wählten damals die österreichische Hauptstadt als Drehort, weil Wiens Bürgermeister sie eingeladen und weitreichenden Support versprochen hatte. Sogar von der Sprengung der U-Bahn soll scherzhaft die Rede gewesen sein.

 

Neben dem Prater dienten auch Schloss Schönbrunn, die Sofiensäle und die Gasometer als Kulisse für "Der Hauch des Todes". Zusätzlich wurde auf der Naggler-Alm in Kärnten, am Weißensee und bei Sachsenburg in der Nähe von Spittal gedreht. Timothy Dalton, der in insgesamt zwei Filmen der Franchise mitwirkte, wurde übrigens im Wiener Rathaus als Bond-Darsteller präsentiert.

Trost bei Tosca

) die Mitglieder der Verbrecherorganisation Quantum zu identifizieren versucht, spielt während einer Aufführung von "Tosca" bei den Bregenzer Festspielen.

 

Keinen österreichischen Drehort, dafür ein österreichisches Setting gab es in "Der Spion der mich liebte". Die Skiverfolgungsjagd zu Beginn des Roger-Moore-Bonds nimmt in einem (fiktiven) Alpendorf ihren Anfang.

 

Stunts

Apropos Skifahren. Wenig überraschend gibt es auch hier eine Verbindung zwischen Bond und Österreich. In "Im Geheimdienst ihrer Majestät", dem einzigen Bond mit George Lazenby in der Hauptrolle, sorgte der österreichische Dreifach-Olympiasieger Toni Sailer für die Pisten-Stunts.

 
Stars

spielte den Bösewicht Le Chiffre in "Casino Royale" (2006). Der erste Bond-Roman von Ian Fleming wurde jedoch bereits 1954 für das US-amerikanische Fernsehen verfilmt. Le Chiffre wurde damals vom Österreicher Peter Lorre verkörpert. Der als Laszlo Löwenstein geborene Schauspieler hatte sein Heimatland bereits 1933 verlassen.

 

Karoline Wilhelmine Charlotte Blamauer emigrierte im selben Jahr. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt bereits den Künstlernamen Lotte Lenya angenommen, unter dem sie auch im Nachspann von Sean Connery’s zweitem Bond-Abenteuer "Liebesgrüße aus Moskau" zu finden ist. Lenya spielte Rosa Klebb, ein Mitglied der Schurken-Organisation "Spectre", die nun im Titel des neuen Bond-Films zu finden ist.

 

Ebenfalls als Bösewicht war verkörpert. Der Film zählt allerdings nicht zur Franchise, da er nicht von EON Productions auf die Leinwand gebracht wurde.

 

Im Gegensatz zu Brandauer war Helmut Qualtinger nie als Bond-Bösewicht zu sehen. Er hätte es allerdings sein sollen. Nur seine als zu gering erachtete Körpergröße verhinderte seinen Auftritt als Ernst Stavro Blofeld in "Man lebt nur zweimal“. Die Rolle ging schließlich an Donald Pleasance.

 
Gastauftritte

Das österreichische Model Andrea Stockinger drehte für "Der Hauch des Todes" eine später aus dem Film geschnitte Szene mit Bond-Girl Maryam d'Abo. Im selben Film fungierte Schauspieler Christian Schmidt als Stand-In für Hauptdarsteller Timothy Dalton.

 

In "Casino Royale" hatte ein Österreicher hingegen sogar eine kleine Sprechrolle: Der Croupier Andreas Daniel teilte beim Poker-Showdown zwischen Bond (Daniel Craig) und Le Chiffre (Mads Mikkelsen) die Karten aus.

 

Fleming

Auch Bond-Schöpfer Ian Fleming war mit Österreich vertraut. Der gebürtige Engländer lebte einige Zeit in Kitzbühel. Er unterhielt zudem ein Verhältnis mit der Österreicherin Lisl Popper, der er auch einen kleinen Geldbetrag vermachte.

 

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