Ein Einsatz wegen eines Wasserschadens deckte nun im 20. Wiener Bezirk einen schlimmen Fall von Tierquälerei auf: Als die Berufsfeuerwehr am 23. Dezember die kleine Wohnung öffnete, schlug den Einsatzkräften ein bestialischer Gestank entgegen. Inmitten von Müll und Speiseresten wurlten Dutzende Ratten herum, suchten fiepend Schutz vor den Eindringlingen.
Nachdem die Mieterin nicht erreichbar war, wurden die Gruppe Sofortmaßnahmen, der Gesundheitsdienst und das Veterinäramt alarmiert. In Schutzanzügen gingen die Experten auf Rattenjagd: "Die Wohnung musste wegen der starken Verunreinigung durch Kot, Urin und die daraus resultierende Gesundheitsgefahr im Rahmen einer Sofortmaßnahme geräumt werden. Dabei wurden weitere Ratten – Muttertiere und Jungtiere – in Möbelstücken und Käfigen sowie im Badezimmer vorgefunden. Zum Teil waren auch verletzte Tiere in der Wohnung", heißt es von der Gruppe Sofortmaßnahmen.
Im Endeffekt wurden mehr als 100 lebende Ratten eingefangen und ins TierQuarTier nach Wien-Donaustadt zur Untersuchung gebracht. Reinigung, Entwesung und Desinfektion der Wohnung dauerten rund fünf Stunden. Die Mieterin wurde angezeigt und gegen sie ein Tierhalteverbot ausgesprochen.
Sofortmaßnahmen-Chef Walter Hillerer zu "Heute": „Durch das rasche Handeln aller Dienststellen können solche Missstände und Gefahren für Nachbarn rasch behoben werden.“