Sex-Regel beim Blutspenden ist bald Geschichte

Die Diskriminierung Homo- und Bisexueller beim Blutspenden soll bald ein Ende haben.
Die Diskriminierung Homo- und Bisexueller beim Blutspenden soll bald ein Ende haben.Roland Mühlanger / picturedesk.com
Seit Jahren wird diskutiert, ob Homosexuelle Blut spenden dürfen. Bisher gab es in dieser Frage verhärtete Fronten. Jetzt kommt Bewegung in die Sache.

Homosexuelle dürfen in Österreich nach wie vor nicht Blut spenden. Der Ausschluss gilt auch für Frauen, die Sex mit einem Mann hatten, der gleichgeschlechtlichen Sex hatte. In „Heute“ hatte Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm (VP) von "Diskriminierung" gesprochen und überraschend ein Aus für diese Regel gefordert. Bisher stand ihre Partei bei diesem Thema auf der Bremse.

Rotes Kreuz gegen Aus für Spendeverbot für Homosexuelle

Von den anderen Parteien gab es Zustimmung. Das Rote Kreuz hatte mit dem Vorstoß weniger Freude. Argument: Durch die Streichung des Verbots könnte die Sicherheit bei den Blutkonserven leiden.

Nach Plakolms Vorstoß war es eine Zeitlang ruhig um das Spendeverbot geworden. Die Erzählungen, wer politisch gebremst hat, gehen zwischen den Koalitionspartnern auseinander. Doch jetzt könnte es schnell gehen.

Nur mehr Details für neue Regelung offen

Nach „Heute“-Informationen ist der Entwurf für die entsprechende Verordnung in der finalen Abstimmung zwischen Gesundheitsministerium und Kanzleramt. Dort ist bekanntlich Plakolms Staatssekretariat angesiedelt. Zu klären sind offenbar nur mehr letzte rechtliche Details, die Einigung eine Frage von Tagen.

Fix ist: Die Verordnung zielt nicht auf die sexuelle Orientierung, sondern auf das individuelle Risikoverhalten ab.

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Claudia PlakolmÖVP

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