Niederösterreich

Sexistisch? Wirbel um Bikini-Girl auf FP-Sommerbus

Frauenfeindlich oder ganz normal? Leichtbekleidete Frauen auf dem FP-Sommerbus sorgen für Wirbel. Damit tourt die Freiheitliche Jugend durch NÖ.
Tanja Horaczek
05.07.2022, 15:25

Eine Sexismus-Debatte löste die Freiheitliche Jugend mit ihrem Sommerbus aus. Unter dem Motto "Mach dich frei für Sommer, Sonne, Badespaß" touren sie durch NÖ und machen in Freibädern und bei Seen Halt. Dabei stechen die Aufkleber von Frauen in knappen Bikinis ins Auge. 

"Stecken keine Frauen in einen Burkini"

"Das ist einfach sexistisch und total frauenfeindlich", ärgern sich so manche. "Frauen als Lustobjekte hinzustellen, ist heutzutage nicht mehr ok", stellen Feministen klar. Ganz anders sieht das die Freiheitliche Jugend: „Wenn wir einen Mann im Bikini mit Regenbogenfahne plakatieren würden, würde die Politelite klatschen. Für uns ist aber eine junge Frau im Bikini – noch dazu im Sommer - völlig normal. Wer ein Problem damit hat, sollte sein Weltbild überdenken."

Laut der FPÖ hat die Jugend nach dem ganzen Corona-Wahnsinn ein Recht auf einen normalen Sommer in Freiheit und Selbstbestimmung. "Wir lassen junge Frauen nicht in einen Burkini stecken und werden auch keine Männer im Bikini plakatieren. Wer das will, muss zu ÖVP, Grünen, Roten und Rosaroten gehen", teilt der Landesobmann der Freiheitlichen Jugend, Alexander Murlasits mit.

Kondome und Sonnenbrillen für die Jugend

Die Freiheitliche Jugend ist den ganzen Sommer in Niederösterreich unterwegs. Verteilt werden Sonnenbrillen, Wasserbälle, Turnbeutel, Kondome, Kugelschreiber, Info-Broschüren und Feuerzeuge. Die Hauptzielgruppe ist die Jugend. „Das ist doch eine positive Geschichte. Wir verteilen auch Gratis-Eis an die Badegäste und wünschen allen einen schönen und erholsamen Sommer. Nur weil die anderen Parteien im Sommerurlaub sind, muss man nicht immer alles schlecht machen“, so Murlasits.

Am Sonntag war zum Beispiel Halt im Mistelbacher Freibad: Das Weinlandbad war bummvoll, die Aktion der Freiheitlichen kam gut an.

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