Welt

Sexmörder hatte Kopf des Opfers in Kochtopf

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:35

Seit Silvester war der 37-jährige Banker Carsten S. in Berlin abgängig. Am Montag fand die Polizei die zerstückelte Leiche in der Wohnung eines 43-Jährigen. Der Kopf lag gekocht in einem Kochtopf, die Gliedmaßen in Folie eingewickelt nahebei. Der Besitzer der Wohnung hatte sich kurz vor der Ankunft der Beamten die Pulsadern aufgeschnitten.

"Ich habe noch eine Verabredung", soll der 37-jährige Banker zu seinem Lebensgefährten gesagt habe, bevor er am Silvesterabend ausging, um sich mit jemandem zum Sex zu treffen. Kurz vor Mitternacht hob er bei einem Bankomaten eine größere Geldsumme ab.

Erst Tage später verstädigte der Partner des Ermordeten die Polizei. Seit 2. Jänner war Carsten S.' Handy abgeschaltet, der damals noch Vermisste war nicht mehr erreichbar.

Mutmaßlicher Mörder schlitzte sich Pulsadern auf

Die Spur führte die Polizei nach Berlin-Marienhof. Dort fanden die Polizisten einen 43-Jährigen mit aufgeschnittenen Pulsadern in seiner Wohnung. Er wurde sofort ins Spital eingeliefert, am Dienstag wurde gegen den Mann ein Haftbefehl wegen Mordes erlassen.

Kopf gekocht, Gliedmaßen in Plastikfolie verpackt

"Der Mord an dem Mann ist im Zuge von sadomasochistischen Sexualpraktiken begangen worden", zitiert die Süddeutsche die Staatsanwaltschaft. Carsten S.' Kopf lag laut Bild gekocht in einem Kochtopf, seine Gliedmaßen sollen auch abgetrennt und in Plastikfolie verpackt gewesen sein. Der Mund des Mannes war mit Sekundenkleber zugeklebt worden.

Kein Kannibalismus

Nach der genauen Todesursache wird noch geforscht. "Die Tatsache, dass die Leiche seit Wochen in der Wohnung gelegen hat, erschwert die Ermittlungen", so die Staatsanwaltschaft. Gegessen dürfte der mutmaßliche Mörder sein Opfer nicht haben, allerdings sind einige Gliedmaßen verschwunden, wahrscheinlich wurden sie entsorgt.

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