Österreich

Sextäter (66) starb in der Justizanstalt Stein

Heute Redaktion
14.09.2021, 02:09

Plötzlicher Tod eines gefährlichen Sexualstraftäters hinter den Mauern des berüchtigsten Gefängnisses Österreichs: Gustav P. (66) starb bereits wenige Tage nach seiner Einlieferung in Stein.

Erst Ende letzter Woche war Gustav P. (Name geändert) von der Justizanstalt Graz-Karlau in den Häf’n Stein (Krems) verlegt worden, am Dienstag war der zu mehreren Jahren verurteilte Sextäter tot. "Der Mann kam zur Behandlung aus Graz zu uns und dürfte an Herz-Kreislaufversagen gestorben sein. Wir melden den Fall der Kriminalpolizei und dann wird über eine Obduktion entschieden", sagt Anstaltsleiter Bruno Sladek.

Den Vorwurf, dass der Patient nicht in ein externes Krankenhaus gebracht worden ist, lässt der Offizier nicht gelten: "Dort müsste der Insasse rund um die Uhr bewacht werden. Dafür haben wir ja unsere Spitalsabteilung." Zusätzliche Brisanz bekommt das abrupte Ableben des Häftlings durch den jüngsten Skandal rund um den ärztlichen Leiter in Stein ().

Denn nach dem Rauswurf des Mediziners steht der zweitgrößte Häf’n Österreichs (800 Gefangene) noch immer ohne Chefarzt da. "Am kommenden Montag findet das Hearing statt. Wir versuchen, diese wichtige Stelle bestens zu besetzen", versichert Sladek.

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